Die technische Entwicklung meiner „Schrottschüssel“

Im Jahr 1973 wurde in einem kleinen Sternenstädtchen der Startschuss zur Erprobung jenes „Wagerls“ gegeben, von dem aus ich als Kind durch mein mörderisches Umfeld gesteuert wurde. Wenn jemand wissen will, wie das gelaufen ist in meiner Kindheit dann kann er das hier nachlesen.

Die technische Entwicklung der mobilen Synchronisationsanlage in der Leute wie HaiderInnerhofer oder mein Vater Hias händeringend, mein Gesichtsfeld am Monitor und meine Gefühle im Bauch, abhingen war gar nicht so langwierig. Sie dauerte knapp zwei Jahre. Und sie wurde maßgeblich vom „Testpiloten“ Sigmund Jähn durchgeführt, der einen Esel im Hof des Testgeländes „an der Schrottschüssel“ hatte.

 

Es müssen unglaubliche Momente gewesen sein, als man damals zum ersten Mal, nachdem dem Tier der Funkchip ins Hirn gepflanzt worden war – das Gesichtsfeld eines Esels am Monitor – es synchronisierte. Vor allem stelle ich es mir brutal vor, einen Esel stimmlich zu synchronisieren, alle seine Lebensäußerungen mitempfinden zu müssen.

Dr. Jähn war auch an der Entwicklung der Elektronik, insbesondere an der technischen Umsetzung der emotionalen und sprachlichen Synchronisation beteiligt. Sein ironischer Ausdruck und sein gewinnendes Wesen sollten das nicht vergessen lassen.

Jähn hat jenes Projekt, trotz allem, überlebt, er ist ein guter Sportler und fast unbegrenzt belastbar. Die Weltraumflüge müssen ein Spaziergang gewesen sein dagegen. Hoffentlich überlebt er auch diesen Artikel, mit seinem typischen Schmunzeln.

(Fotos Peter Koard und Standardizer, Lizenz)

 

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