Intrigen um Tschernobyl

Nach einem kurzen satirischen Intermezzo geht hier der tödliche Ernst weiter. Es ist nicht immer einfach, die Fassung zu wahren wenn man an die Umstände jener Terrormaßnahmen denkt, die in den 70er- und 80er-Jahren gegen das deutsche, das koreanische und schließlich auch gegen das russische Volk ergriffen worden sind.

Mitte der 80er-Jahre war die israelische Terroroperation einer internationalen radioaktiven Verseuchung und Vergiftung in der Krise. Die koreanische Führung hatte Lunte gerochen, der so genannte Weinskandal in Österreich und Italien war außer Kontrolle geraten und in der BRD drohten offizielle polizeiliche Ermittlungen wegen der ungeheuren Mengen Uran und Plutonium in den Böden.

Bei einem Treffen mit Shlomo Ludwig auf Korfu vereinbarte die Führung des israelischen Geheimdienstes in Europa zur Prävention des Auffliegens von Res nicht nur Mordaktionen sondern neue, brutale Vertuschungsaktionen. Über die ORF-Fernsehsendung „Seniorenclub“ sollten israelische Verräter in der DDR dazu aufgefordert werden, ein Atomkraftwerk hochgehen zu lassen.

Im Garten von Shlomo Ludwig, Korfu 1985. Foto Shlomo Ludwig

Es sollte so aussehen, als ob die allgemeine radioaktive Belastung auf einen Kraftwerksunfall in der DDR zurückginge. Jene halb wahnsinnigen Mordgestalten, die man für die Mission der Sabotage in Greifswald vorgesehen hatten wurden allerdings von der Staatssicherheit schnell entdeckt, die Sabotageaktion ohne großes Aufsehen unterbunden.

Das erregte gewaltigen Zorn. Besonders verhasst war den Israelis zu jener Zeit der Kernphysiker Sebastian Pflugbeil; ihm war es gelungen durch einfache Beobachtungen an seinem Arbeitsplatz wesentlich zur Kaltstellung der israelischen Seilschaften beizutragen. Das machte ihm nicht nur Freunde, da man mit seiner empörten Offenheit nicht zurechtkam.

In fast schon hysterischer Hetze, nur unzureichend codiert über Kabarett-Couplets (wieder war es der ORF-„Seniorenclub“) wurden dann zahlreiche weitere israelische Agenten in Ost- und Mitteleuropa dazu angestachelt, ein Atomkraftwerk zu sabotieren. Der Kabarett-Nudel L.K. überschlug es vor Groll die Stimme, die Rolle des Chefmoderators Willy Kralik werde ich hier aus Geschmacksgründen nicht näher untersuchen.

In meinem damaligen Umfeld, das das der Führungsspitze des israelischen Geheimdienstes in Europa war, wurde zynisch und voller Hass auf das was kommen würde hingewiesen. Das galt auch mir persönlich. Man würde schon sehen „was man davon hat“, die israelischen Operationen zu verpfeifen. Ich selbst hatte zahlreiche Mordversuche davon.

Nach meinen Informationen warnte Anfang 1986 ein bekannter österreichischer Fernsehkoch, der öfter im „Seniorenclub“ aufgetreten war z.B. die Tschechen. Der charmante Tippgeber lebt heute nicht mehr. Er hat durch seinen Mut namenloses Unglück verhindert, wie schon zuvor, als er Giftangriffe auf die Lebensmittelindustrie, – unter anderem in der Fabrik des Herstellers Inzersdorfer – aufklären half.

Sein eigenes Leben war ihm egal angesichts der bevorstehenden Katastrophen. Später ist dieser Fernsehkoch, der auch leidenschaftlicher Schauspieler war, auf offener Bühne verstorben, wenige Wochen nachdem ich ihn kontaktiert hatte.

Auch anderen ist es so ergangen, darunter Professor Dopsch, man dachte wohl, ich wollte mit ihm konspirieren. Das Schicksal von Professor Zodl tut mir von Herzen leid, es hat auch mit meiner Brutalität bei der Terroraufklärung zu tun.

Dass in dieser perversen Atmosphäre auch anständige Menschen gewirkt haben mag verwundern. Was soll die Welt von Österreich denken? Spitzenkoch Zodl hat das kleine Land unter schwierigen Umständen, zum Beispiel in Japan, immer würdig vertreten.

Eines Tages geriet dann aber leider ein Reaktor in Tschernobyl außer Kontrolle. Die Folgen für die Sowjetunion sind bekannt. Die Israelis hatten endlich ihre halbwegs brauchbare Ausrede für die radioaktive Verseuchung in Süddeutschland und Österreich. Bis Mitte der 90er-Jahre, als in Österreich die Briefbomben krachten und man weitere Vertuschung durchzusetzen versuchte herrschte wieder gespannte, kranke Ruhe.

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