Die Zettelwirtschaft des Gundolf Köhler

Es ist verschiedentlich die Frage aufgetaucht, ob diejenigen Zettel, die im Auto von Gundolf Köhlers Vater in der Nähe des Tatorts gefunden worden sind, authentisch und ihm zuzuordnen seien. Diese Frage zu stellen und sie zu beantworten bedeutet, die systematische Korruption im Bayerischen LKA und im Bundeskriminalamt, aber auch die perverse Bestechlichkeit so genannter Journalisten aufzuarbeiten.

Grundsätzlich wurde darauf hingewiesen, dass die Asservatenliste zum betreffenden Auto samt Abschriften der Zettel als Fax vom Bundeskriminalamt an das BLKA überliefert ist, das die Ermittlungen zum Oktoberfestattentat übernommen hatte.

Eine genaue Analyse dieses Fax zeigt, dass das BKA hier dem BLKA für Geld den Gefallen getan hat, ausgehend von den Ermittlungsergebnissen der Bayern und unter Verwendung von deren Unterlagen die Daten „zurückzuschicken“, damit die Bayern ihre Ermittlungstätigkeit in dieser Sache bestreiten können.

Es war offenbar aus der Sicht der Bayern notwendig, die eigene Ermittlungsarbeit dem BKA „anzuhängen“, damit nicht etwa der Name eines Sachbearbeiters in den Akten auftaucht. Angesichts der Brisanz der gefundenen Zettel hätte das für den betroffenen Ermittler tödlich ausgehen können.

Diese Abbildung zeigt das Original-Deckblatt des Fax samt Beilage durch den Sachbearbeiter des Ministeriums, der das betreffende Dokument dem Minister vorgelegt hat (die hier abgebildetes Kopie stammt aus den Handakten von Innenminister Baum, FDP). Der kundige Rotwelsch-Leser wird allein am exponierten Wort „absprachegemäß“ erkennen, dass hier nicht nur Schiebung sondern auch Geld im Spiel war.

Die Frage unserer Karin, ob die Zettel also Köhler zuzuordnen seien, kann bejaht werden. Für nähere Fragen bitte das BKA kontaktieren; die „Skizze“ gegenüber dem Köhler betreffenden Fax mag dahingehend gedeutet werden, dass über Köhlers Unschuld zu schweigen sei und man selber über das Geld schwiege, dass man für das diesbezügliche Schweigen erhält.

Dass die ursprünglichen bayerischen Unterlagen zur Zettelwirtschaft von Köhler nicht erhalten sind, kann also durch Todesangst entschuldigt werden. Dass die SOKO 26. September ab 2014 nicht über das Fax des BKA verfügt haben will, mag mit der Tätigkeit jener Leute zu tun haben, die die im Archiv (nicht geheim) schlummernden Akten ausgedünnt haben, bevor die SOKO sie digital erhielt.

Die Täter des Oktoberfestanschlags müssen sofort ermittelt werden, Ausreden gibt es jetzt nicht mehr. Urkundenunterdrückung soll ja auch strafbar sein, Diebstahl sowieso.

(Dokumente: Arbeitskreis NSU)

Ein Gedanke zu “Die Zettelwirtschaft des Gundolf Köhler

  1. Karin B.

    Ist ja eine unglaubliche Sauerei, dass diese wichtigen Adresszettel durch das Hin und Her der verschiedenen Kriminalämter unter den Tisch fielen und die neue Soko sie nicht hat. Statt hier mal nachzubohren, fragen sie wieder die gleichen WSG Leute den gleichen Käse, der überhaupt nichts mit dem Attentat zu tun hat. Armes Deutschland!

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