Schützenhilfe für das BLKA

Nachdem jetzt die Adresse jener Leute veröffentlicht ist, die Gundolf Köhler den Juden ans Messer geliefert haben und es klar ist, dass Köhler dieses Milieu in einem heldenhaften Einsatz ausgespäht hat (seinen Aufzeichnungen verdanken wir die Aufklärung des Attentats!) müssen jene zum Verstummen gebracht werden, die Echtheit jener Dokumente anzweifeln, auf die ich die Bekanntgabe der Adresse stütze.

Köhlers „Freunde“ oder „Gönner“ in der Münchner Schickeria hatten das Pech, dass Köhler nicht nur deren Adresse notiert sondern auch einen ganzen Haufen Zettel aufgehoben hat, die seine Tätigkeit illustrieren. Der Zettelhaufen wurde vom Bayerischen LKA im Auto von Köhlers Vater, das nicht weit vom Tatort geparkt war, gefunden und ausgewertet.

Verband
Aus einem Film des BLKA – Köhler bückt sich über den Mülleimer, Bruchteile einer Sekunde später kracht es

Angeblich sind die Zettel bereits vernichtet. Was wir besitzen ist eine Asservatenliste des BKA, die am 29.9. 1980 an das BLKA und nach Bonn gefaxt worden ist. Die Rotwelschen Kürzel auf dem Fax deuten darauf hin, dass das BKA die Asservatenliste auf der Basis von Aufzeichnungen des BLKA angefertigt und dann ans BLKA geschickt hat, um die Urheberschaft der Auswertung gegenüber den Juden zu verschleiern.

Gerüchte besagen, dass das BLKA heute nicht mehr im Besitz dieses Fax ist; es soll in den Akten, die dort für die Ermittlungen benutzt werden, nicht enthalten sein. Ob es wirklich wahr ist, dass das Fehlen dieses zentralen Dokuments damit zu tun hat, dass ein Journalist den Aktenbestand für das BLKA „digitalisiert“ hat, muss offen bleiben.

Das Dokument könnte entnommen worden sein, bevor die SOKO 26. September ihre Arbeit aufgenommen hat. Möglich, dass die Entfernung des Dokuments gegenüber den Behörden aufgefallen ist und der Journalist seine Straftat damit gerechtfertigt hat, dass persönliche Interessen von Opfern geschützt werden hätten sollen. Köhler hatte immerhin einen Werbezettel für eine Grippeschutzimpfung im Auto.

Um das Dokument vollständig offiziell aufzufinden muss das BLKA nur offen zugeben, dass es mein Archiv im Jahr 2016 illegal beschlagnahmt hat. Der Rechner, auf dem das Dokument vollständig vorhanden ist befindet sich immer noch (rechtswidrig) im Besitz der Staatsanwaltschaft Bamberg, die ja keinerlei Beziehungen zum BLKA unterhält.

Das Fax wurde im September 1980 an die Dienststelle LKA SG 733 gefaxt. „Absprachegemäß“ (es wird Geld geflossen sein, auch für das Verschweigen der eindeutigen Entlastungsbeweise im Dokument) landete das Ding dann in den Akten der Bayern als Sendung aus Wiesbaden. Es enthält neben der Asservatenauflistung auch korrekte Abschriften jener Zettel, die die Geschichte vom letzten Einsatz des Gundolf Köhler erzählen.

(Dokumente: Arbeitskreis NSU)

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