Das Ende der Logistik des Todes

Um Menschen durch Gifte, im Auftrag von Geheimdienstseilschaften, zu beeinträchtigen braucht es eine konspirative logistische Struktur. Diese Struktur soll es den Tätern und den Auftraggebern ermöglichen, an der Polizei vorbei zu handeln, gleichsam unter dem Radar der Polizei zu fuhrwerken ohne je erwischt zu werden.

Ich werde heute versuchen, dem Leser einen Begriff von dieser Logistik wie sie in Europa seit Jahrzehnten besteht, zu verschaffen. Dass dieses System schon lange nicht mehr konspirativ ist, dass sie durchschaut und am Ende ist steht auf einem anderen Blatt. Immer noch ist sie aktiv und richtet enormen Schaden an.

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Vollwaschmittel werden seit den 30er-Jahren für routinemäßige, anonyme Tötungen benutzt

Um die Zwecksetzung dieser Logistik zu verstehen muss man bedenken, dass ein Großteil der zugrundeliegenden destruktiven und menschenfeindlichen Aktivitäten auf private Initiative zurückgehen. Es ist nicht so, dass in der großen Geheimdienstzentrale von CIA-City sämtliche Mord- und Vergiftungsaufträge der westlichen Welt ausgeheckt werden. Auch im geheimdienstlichen Bereich sind die Verbrechen zumeist das Ergebnis charakterlicher Defizite, so genannter subjektiver Bedrängnis, persönlichen Gewinnstrebens, schlechten Gewissens oder schierer Brutalität.

Im Gegensatz zu jener Logistik, mit der man Sprengstoffe, Waffen oder militärische Ausrüstung verteilt ist die konspirative Gift- und Schadstofflogistik nicht an ein bestimmtes Milieu gebunden. Vielmehr hat man es mit einer Alltagslogistik zu tun, die über die öffentlich zugänglichen Warenströme der Verbrauchergesellschaft funktioniert. Auf gut Deutsch: Man kann die tödlichen Ausrüstungsgegenstände im Supermarkt besorgen. Das weiß auch die Polizei.

In vergangenen Jahrzehnten wurden zum Beispiel krebserregende Substanzen, mit denen Leute umgebracht werden sollten, in irgendwelchen Märkten angeboten; sie waren an den Chargennummern, an irgendwelchen Beschädigungen, an Fehlfarbendrucken usw. zu erkennen und wurden nach vorhergehender, indirekter konspirativer Information gekauft. Viel zu riskant wäre es gewesen, solche Dinge von Hand zu Hand zu verteilen, die Organisatoren der Logistik hätten von der Polizei ausgeforscht, die Proliferationswege hätten gerichtsfest dargestellt, die Täter wirksam verfolgt werden können.

Heute muss man sich die einschlägige Proliferation so vorstellen, dass ihre Organisatoren selbst kaum noch wissen, wo sich die brisanten Gegenstände im Warenkreislauf befinden. Zusätzliche „Sicherungsmaßnahmen“ sind in den letzten Jahren ergriffen worden; eine dieser Sicherungsmaßnahmen ist, dass z.B. tödliche Gifte oder sehr wirksame Substanzen nur noch geklaut werden dürfen, damit der Kauf nicht nachvollziehbar gemacht werden kann.

So genannte Ladendiebe sind daher oft nichts anderes als Giftkuriere, die auch nicht immer allzu viel von ihrem Glück wissen. Daneben gibt es Leute, die systematisch stehlen und denen die Polizei nur mit dem Schutzanzug nahe kommt. Diese Existenzen werden von den Behörden oft aus Angst in Ruhe gelassen. Sie klauen in Drogeriemärkten, Supermärkten usw. und denken sich dann Wege aus, wie sie das Zeug gewinnbringend an jene Personen heranspielen können, die die Stoffe einsetzen.

Gern nimmt man Männer für solche Jobs, die als Diebe „nicht in Frage kommen“. Welcher Mann klaut schon Schminke. Dafür vergisst der ehrbare Dieb dann bei seinem nächsten Seitensprung, den er sich bezahlen lässt, die Schminke bei der Liebsten und die kann dann der besten Freundin einen Krebs verschaffen.

Seit einiger Zeit wird dieses System massiv angegriffen. Nicht nur lassen sich die Diebstähle mittlerweile durch die Synchronisation von Überwachungskameras mit der automatischen Detektion der Gifte nachweisen; auch die schädlichen oder tödlichen Gegenstände selbst sind in ihrer Ausprägung nicht mehr unter Kontrolle, wie die laufenden „Skandale“ um angeblich verunreinigte Medikamente beweisen.

Leider sind die elektronisch geführten Angriffe auf die Logistik des Todes derzeit noch Privatsache. Der Staat, der gegen solche Verteilersysteme vorgeht muss erst noch erfunden werden, aber das wird er.

 

(Recherche und inhaltliche Beratung Mag. Iris Koznita)

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