Salzburg: Mord am Schachbrett

Wie erwartet stellt das Salzburger Landeskriminalamt auf stur und ermittelt weder in der Sache Briefbomben der 90er noch im Hinblick auf die zahlreichen Pongauer Morde im Pongau (einer dortigen Gebirgsregion) und schon gar nicht bei denjenigen Morden, die ich buchstäblich miterlebt, nach denen ich im Zustand des Halbwissens Leichen umgezogen habe.

Um die Herren zum Umdenken zu zwingen bleibt nur eins: Ich werde an dieser Stelle so lange, Fall für Fall, spektakuläre Mordfälle, die ich als „Affe“ beobachten konnte und die auch andere Zeugen gesehen haben, öffentlich machen, bis es kracht. Es wird hier einen beweisfähigen Leichensegen setzen, der sich gewaschen hat.

Zum Auftakt ein Mord an einem Schachbrett, der gezielt vertuscht worden ist.

person s playing chess
Foto Pexels.com

Es war die Mitte der 90er-Jahre, in Österreich herrschte Briefbombenterror, weil die Mordindustrie mich und meinen Steuermann Franz zum Schweigen bringen wollte. Im ehemaligen Jugoslawien war Krieg. Dieser Krieg war ein Krieg um Ressourcen, um Geld, das aus dem Westen fließen sollte, um die „Allokation von Kapital“, wie die Marxisten bzw. Kapitalisten sagen.

Ich nahm an einem Schachturnier teil, es war Sommer. Franz verspürte an diesem Tag wieder einmal ein schlechtes Gewissen, weil er mich schon wochenlang in eine psychische Blockade gezwungen hatte. Ich sollte lieber mit schrulligen Lehrern und bosnischen Flüchtlingen Schach spielen als baden zu gehen und irgendwelchen Weibern hinterher zu laufen.

Franz hatte seinen Kastenwagen in dem Ort Eben abgestellt, ich fuhr mit der Eisenbahn nach Radstadt, wo das Turnier stattfand. Als ich seufzend den Turniersaal betrat knallte mir die Angst des Steuermanns in den Magen, ein sicheres Zeichen, dass etwas bevorstand. Das konnte ja heiter werden. Eine gewisse Mundtrockenheit setzte ein.

Im Gespräch mit zwei kommunistischen Bosniern erfuhr ich schnell, dass Katastrophen mit irgendwelchen Zahlungen der Raiffeisenbank vorgefallen waren und man auf der Seite der Linksliberalen entschlossen war, die Verantwortlichen zu töten; nur wen wusste ich nicht, das wusste offenbar keiner.

Bei der strategischen Geldverteilung kennen die Leute der bürgerlichen Demokratie nichts, so sehr sie auch auf Parties mit Kohle um sich werfen. Da droht rasch der Knochenmann.

Knapp vor dem Kotzen, erschüttert vom Gleichmut der Jugoslawen, die wie Kinder immer noch am Geist Titos hingen, als ob sie dieser alte Österreicher noch schützen hätte können, zwang mich Franz an den Schachtisch. Ich begann gegen einen Idioten aus Oberösterreich zu spielen. Alle im Saal drückten auf das Zeichen des Schiedsrichters hin ihre Uhren, es war wie ein Rauschen des Todes.

4 Meter vor mir saßen die Jugslawen. Einer holte sich noch eine Tasse Kaffee, setzte sich verspätet an seinen Tisch, drückte die Uhr, trank und verreckte noch in derselben Minute. Wie ein Sack rutschte der Mann vom Stuhl. Mein Freund Charly, der an diesem Tag Schiedsrichter war, kam und sprach wie im Traum die Leiche an. Seitenblicke der Spieler; jeder wusste, der ist tot, und trotzdem wurde weitergespielt.

Sofort hechtete Charly zum Telefon und rief einen Arzt. Ich spürte, dass Franz in Lebensgefahr war, die Arschlöcher hatten seinen Transporter entdeckt, er musste zur Autobahn. An Charlys ängstlichen Augen erkannte ich, dass er etwas gesehen hatte. Offenbar war ihm nicht entgangen, wie das Gift in die Tasse des Jugoslawen gekommen war.

Als der Arzt da war, wurde eine schwarze Plane über das Opfer ausgebreitet. Dutzende hatten alles gesehen. Dass der Totenschein in Salzburg ohne Untersuchung ausgestellt wird versteht sich von selbst. Charly hatte dann, nach wenigen Monaten, Probleme mit ein paar Liebesbriefen, die seine angeblichen Beziehungen zu sehr jungen Mädchen beweisen sollten. Das war gelogen. Charly war niemals pädophil, ich habe ihn gekannt, er war ein gewissenhafter Lehrer.

Kurz vor seinem eigenen Tod traf ich ihn in Salzburg, vor dem Café Fürst. Er wollte mir hektisch etwas sagen und traute sich nicht. Natürlich glaubte ich die Gerüchte um seine Person nicht, er war bösartig aus dem Dienst entfernt worden, heite weiß ich auch von wem. Ich sprach ihn an, da meinte er, er habe gesehen, wer das Gift verabreicht hätte. Nur: Das hatte doch eh jeder mitbekommen. Er muss zur Polizei gegangen sein.

Wo seine Aussage geblieben ist mag das Salzburger LKA sagen.

Ein paar Wochen später war Charly tot, er ist vom Sessellift gestürzt und zwischen armdicken Stahlseilen zerquetscht worden. So etwas gibt es aber nicht; natürlich hat man ihn umgebracht, auf viehische Art.

 

(Die Angaben in diesem Artikel entsprechen den Tatsachen. Zur Erinnerung an Karl „Charly“ Neubauer, Chef meines alten Schachlubs und Hauptschullehrer aus Wagrain, dem Wohnort von Karl Heinrich Waggerl)

 

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