Die CSU-Legende von der Aktenöffnung

Im Jahre 2013 wurde über den Bayerischen Rundfunk die Legende verbreitet, Innenminister Herrmann habe auf Anregung des Journalisten Ulrich Chaussy die Ermittlungsakten zum Oktoberfestattentat „geöffnet“, also zur Verwurstung durch Journalisten und Rechtsanwälte freigegeben.

Jetzt wurde bekannt: Herrmann hat gar keine Akten freigegeben. Besagtes Material war nach Informationen von Staatsterror Live seit Jahrzehnten im Bayerischen Hauptstaatsarchiv untergebracht und öffentlich zugänglich. Dies behauptete ein Mitglied der Sonderkommission 26. September, die das Oktoberfestattentat untersucht, gegenüber einem Rechtsextremisten im privaten Gespräch.

df
Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister

Sämtliche Ersuchen um „Akteneinsicht“ sind damit obsolet, die Antragssteller getäuscht worden. Das Zeug lagerte in einem Archiv und man tat nach außen nur so, als ob es unter Verschluss stünde.

Warum hat nun Chaussy gegenüber dem Innenminister die „Freigabe“ gefordert? Denkbar wäre, dass Chaussy bzw. der Rechtsanwalt Dietrich einen Promotion-Gag für den Film „Der blinde Fleck“ brauchten. Möglich auch, dass Chaussy die Kosten für die Digitalisierung der Akten sparen wollte und den Minister in einem spektakulären Coup zum Scannen einspannte.

 

(Bild: Christlich-soziale Union)

 

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