NSU: Julia analysiert den VS-Sumpf um Kilic

Kurz vor dem Urteil im so genannten NSU-Prozess habe ich noch Gelegenheit, mit der genauso feschen wie mutigen Pädagogin Julia zu sprechen, die für uns ja schon einige wichtige Aspekte der Dönermorde dargestellt hat. Ich werde Julia heute zum sozialen Umfeld von Habil Kilic (Münchner Dönermord) befragen, und was der deutsche Verfassungsschutz ganz konkret damit zu tun hat.

Mayr: Grüß dich Julia, wer war der Habil Kilic als soziales Wesen? Dass er mit Gifthexen Kontakt hatte und wegen seiner Weigerung, die wirtschaftlichen Befehle der Damen zu befolgen bzw. den Mund über deren Verbrechen zu halten, erschossen worden ist, wissen wir ja bereits.

Julia: Ja, Servus Sigi, ist ja toll, dass du auch mal wieder Zeit hast. Neuerdings treibst du dich sogar mit einem blutjungen Flittchen aus Italien herum, natürlich nur in deiner Einbildung (…) gut, der Kilic (kichert) stand zwischen zwei Frauen, einer geschiedenen Ehefrau und einer neuen Freundin, in einem prekären Milieu, das von migrantischer Schwarzarbeit und Auftragsgewalt geprägt war.

In dieser Balance ist er nicht zurecht gekommen, zumal er keine ordentliche Berufsausbildung hatte und sein Geld mit einem lachhaften, defizitären Lebensmittel-Laden verdienen musste, der bloß den geheimdienstlichen Verdienst der Damen ausspuckte und immer wieder von türkischen V-Mannführern saniert wurde. Kilic war eine männliche Nutte, die das Geld von eisenharten Weibern eingestrichen hat und nicht immer brav war.

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Analysiert auch die soziologischen Hintergründe von Geheimdienstverbrechen: Die Pädagogin und Expertin für Lebensmittelgifte Julia Präauer (Wien)

Mayr: Was heißt nicht immer brav?

Julia: Kilic war ein Schlawiner, einer, den man verkrampften aber für den Geheimdienst wichtigen Frauen an die Seite stellt, damit sie ein wenig glücklich sein können. Er war ein notorischer Fremdgänger und hat seine Wäsche nie selber gewaschen. In den Akten lesen wir von Tanzcafés, besoffenen Wohnungsbesuchen bei „Russinnen“, fuchsteufelswilden Ehefrauen seiner Kumpels usw. Außerdem hat er das Geld seiner Frauen veruntreut.

Mayr: Wie meinst du das?

Julia: Sehen wir uns seine beiden wichtigsten Beziehungen zum Zeitpunkt des Mordes an. Die geschiedene Ehefrau hat ihn mit der Tochter und mit Infos vom VS erpresst, um weiter von seinem Laden profitieren zu können. Der Laden selbst warf zum Zeitpunkt des Mordes aber schon die Kohle seiner neuen Freundin ab, einer Deutschen, deren Namen wir kennen. Die „neue“ war keine Türkin, sie war eine Ra-Hexe, eine Dame, die für jene Leute Jobs erledigt hat, die du besonders gern hast.

Mayr: Okay, Zion (Julia protestiert). Die wirtschaftlichen Verflechtungen sind interessant. Zuvor hatte Kilic auch in einem Großmarkt für einen Türken gearbeitet, war aber abgesägt worden.

Julia: Es war vereinfacht gesprochen so, dass Kilic eine neue Einnahmequelle hatte über die alten Kanäle, und dass er das neue Geld der alten statt der neuen Frau zugeschoben und dann auch noch gequatscht hat.

Die geschiedene Ehefrau war V-Frau des deutschen Verfassungsschutzes, sie spricht in einer Vernehmung ganz deutlich aus, dass Sie Zugang zu illegal erworbenen Informationen hatte, die ihren Exmann unter Druck setzen sollten. Der Wilfling hat rechtzeitig vor dem VS-Geständnis die Kantine aufgesucht, erinnerst du dich an die Stelle in den Vernehmungen, Sigi (Julia lacht mich plötzlich unmotiviert aus).

Mit diesen Infos hat die Exfrau den Kilic dazu gebracht, seine Ra-Hexe zu vernachlässigen, das Geld ihr selbst zukommen zu lassen. Sie dürfte mit ihm auch „das Gespräch gesucht“ haben über die Jobs der Neuen. Die Folge war ein Mordauftrag, den die Türken erledigt haben, im Namen deiner besonderen Freunde aus Nahost. Sah dann alles türkisch aus, nur war die türkische Exfrau deutscher VS, die neue deutsche Freundin Zion und die Geldflüsse wurden in beiden Fällen von Türken organisiert, ebenso der Mord.

Die Rolle des VS ist makaber. Die Exfrau hat ihre Stellung dort missbraucht obwohl man sie für den Verlust der „Einnahmequelle Kilic“ bereits mit einem sinnlosen Job in einem Unterwäscheladen entschädigt hatte.

Mayr: Aha. Klingt grauslich, eine türkisch-deutsche VSlerin mit türkischer Loyalität, Eigentumswohnung in der Türkei, Spenden an Erdogan usw … und durch den privaten Missbrauch von VS-Geheiminformationen hat sie den Exmann ans Messer geliefert … du lieber Himmel.

Julia: Ist gesichertes Wissen, haben wir ja aus den Polizeiakten. Sag mir lieber, wie ich hier in Wien bis zum Herbst überleben soll, Schätzchen. Mit dieser großartigen soziologischen Analyse dürfte ich meinen Kredit bei den finsteren Mächten endgültig verspielt haben, und du kannst dich ja wieder deiner italienischen Flamme widmen. Du Uhl in deinem geistigen Pfuhl.

Mayr: Julia, danke für heute. Du bist derzeit sicher die beste und wichtigste Kriminalsoziologin der Ostmark.

 

(Dokumente: Arbeitskreis NSU)

 

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