NSU: Lebendes Ermittlungshindernis mit Frauendienstgrad

Als im Jahr 2001 die Mordermittlungen im Dönermordfall Kilic auf Hochtouren liefen, geschah etwas Wunderbares: Der Leiter der Mordkommission, Josef Wilfling, entschied plötzlich, dass ernsthaft zu ermitteln sei. Wie im Märchen wies Wilfling seine Leute, darunter den damaligen KOK Häublein, an, den geheimdienstlichen Scheißdreck, der sich um den Kilic-Mord gruppierte, zu entschlüsseln und die sich sicher fühlenden Täterkreise auszuheben.

Hurra! Da lacht mein Herz, wenn ich die Akten lese. So muss es gemacht werden: Das Rotwelsche Spurengeflecht und das Gequatsche der Geheimdienstarschlöcher (die immer noch glauben, sie kommen davon) als Hinweis in die Akten aufnehmen, Verdächtige respektlos vernehmen, Handschellen anlegen und den Staatsanwalt kalt überraschen. Und dann auf in die Giftküche der hinter den Morden stehenden, genauso brunzgeilen wie geld- bzw. Klein-Eß-gierigen „Frauen“ der Opfer.

4.1.1
Auf in die Giftküche! Immer den Rotwelschen Fährten nach! Gestapo im Einsatz

Konkret unternahm Häublein folgendes. Er forderte die Auswertung der letzten fünf Einkäufe in Kilics Laden, und zwar mit dem Argument, dass man den genauen Betrag des Einkaufs sowie die gekauften Waren kennen müsse (8111-600-221-01/5). Häublein wusste nämlich genau: Geheimdienstliche Morde werden von einem Rotwelschen Klimbim begleitet, das die Opfer und Zuseher einschüchtern, die Täter als Phantome im CIA-Sumpf unangreifbar machen soll.

Und ein solches Klimbim wird zum Beispiel auf der Ebene von Geldbeträgen, mit dem Inhalt von Einkaufskörben, durch Kundengeschleiche in Supermärkten usw. veranstaltet. (Ich selbst habe es sogar erlebt, dass man mir mit farbigem Klopapier Weisheiten beibringen wollte. Was für eine Welt.)

Diese scheinbar verdeckten, in Wirklichkeit jedem geistig behinderten V-Mann zugänglichen „Botschaften“ sind zwar schaurig (man muss sich dieses Geraune wie einen ornamentalen Kinderschreck vorstellen; als Geheimdienstsklaven sozialisierte Menschen pullern sich ein davor), hat aber den Vorteil, zu den Tätern zu führen. Häublein scheiterte dann leider glatt am Umstand, dass die Kasse manipuliert war. Zwangsweise gab er schließlich an die Kriminaltechnik im Bayerischen LKA ab.

Und was tat man dort?

Richtig. Man mauschelte nicht nur bei der Analyse der Registrierkasse (so weigerte man sich, die Elektronik selbst zu analysieren und rief einen Vertreter des Kassenherstellers, der das Einlegen der Papierrolle in die Kasse beherrschte; Gutachten Nr. 41-2001 VII 17) sondern verfasste auch ein Schreiben an KOK Häublein, in dem dieser in sauberem Rotwelsch aufgefordert wird, doch über den Täter und seine Gehilfen endlich die Schnauze zu halten, man habe ihm das doch schon oft genug gesagt (Nr. 533-404/3-6434/01 Str/Bei).

Aus Menschenliebe sei die Verfasserin des Schreibens, eine Erste Kriminalhauptkommissarin, hier nicht persönlich genannt. Dass sie ein Ermittlungshindernis mit Frauendienstgrad war (und wohl noch ist) kann aber verraten werden.

P.S.: Die Registrierkasse selbst trägt die Typenbezeichnung

SANYO ECR 358

was Rotwelsch soviel heißt wie „halt ich den Mund so passiert mir nix; versucht er aber zu quatschen, ist er tot, also Vorsicht“. Häublein wertet die Typenbezeichnung aus, und so muss kriminalpolizeiliche Arbeit im 21. Jahrhundert sein (Blatt 1668, Kilic).

 

(Dokumente: Arbeitskreis NSU, Foto: Standbild aus einem amerikanischen Kriminalfilm)

 

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