NSU und Blasmusik

Zu den heiteren Seiten des NSU, dieser Männerbewegung des Ungehorsams gegenüber dem Schweigegebot der Geheimdienste, gehört die Geschichte der künstlichen Feindschaft zwischen Männern, die über die Human-Chiptechnologie „zusammengeschaltet“ sind. Solche Verbindungen werden gemacht, um jüngeren Männern die positiven Eigenschaften von älteren Herren einzuflößen, was zu seelischem Gerangel führt.

Unbenannt
Der Dichter Karl Heinrich Waggerl, mein erster Steuermann. Was hätte er zu den Ergüssen seines „Buben“ Mayr gesagt?

In der Praxis sieht das so aus, dass das Seelenleben eines Mannes (bei Frauen ist das alles tragischer und oft ekelhaft) der Psyche eines jüngeren aufgepfropft wird wie dem Obstbaum die Rinde vom Edelobstbaum. Stellen Sie sich zum Beispiel einen guten Trompeter vor, der großes Talent hat aber trotzdem Polizist geworden ist. Man verbindet die Seele eines solchen Mannes dann mit einem Jüngling, der sich noch ein wenig schwer tut.

Auf einmal marschiert die Blasmusik, es ist tiefste Provinz und zum Beispiel 1980 (ja die Technik war schon so weit). Ein junger Mann spielt Trompete und marschiert an einem ein wenig älteren vorbei; da ärgert sich der ältere über den jüngeren weil er nicht genau das bläst, was er an seiner Stelle machen würde und auch noch ungezogen lacht.

Das sind historische Männerfeindschaften. Heute kann es so etwas nicht mehr geben. Wenn damals die Feindschaft nur zum Schein aufrecht erhalten wurde (1980 über die Chiptechnologie zu sprechen war tödlich) und man hinter verschlossenen Türen die Nörgelei am „Jüngeren“ nicht aufrecht erhalten konnte, so mag es auch heute noch Männer geben, die an diesem alten Feindschaftsgebot festhalten.

Mir könnte so etwas natürlich nicht passieren, genauso wenig wie ich je einen Roman von Teresa Präauer mit dem Roman „Blasmusik“ des Fickmodels Kaiser verwechseln würde. Ich selbst wäre niemals sauer, wenn ein solcher Schützling politischen Blödsinn machen würde und nicht genau das tut, was ich von ihm erwarte. Ich würde souverän reagieren, nicht meckern über Russen, Stapo und so.

(Foto: Waggerl-Archiv, Wagrain)

 

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