Kaumy – kleiner Zersetzungskurs mit Julia

Auch heute darf ich wieder Julia, die fescheste Ostmärkerin, begrüßen. Sie wird uns ein wenig einführen in die Welt der geheimdienstlichen Hexenpädagogik. Wir erfahren, wie man junge Frauen dazu erzieht, Männer erotisch gezielt negativ zu beeinflussen und so z.B. wegen Herz-Schmerz für den politischen Kampf unbrauchbar zu machen, zu „kauen“.

Mayr: Julia, grüß dich! Was hast du denn heute schönes für uns vorbereitet?

Julia: Es geht um das Kauen, wie du ja schon erwähnt hast in deiner „Einleitung“. Du selber bist in deiner Jugend aufgrund politischer Entgleisungen öfter gekaut worden, du Armer. Richtig leid tust du mir aber nicht, denn du bist und bleibst ein Nazi und hast nicht zu jammern.

Unten sehen Sie, lieber Leser, eine Doppelseite aus einem Kinderbuch. Daraus können junge Mädchen lernen, wie man Rotwelsch liest, aber auch, wie man später praktisch Geld damit verdient, einen geheimdienstlichen „Problembären“ wie den Sigi – untenrum – auszubremsen.

Ohne Titel

Mayr: Nun entgleist du aber selber! Sachlich bleiben! Das geht gar nicht solche privaten Bemerkungen; sämtliche Landeskriminalämter lesen mit und die Herren haben Schamgefühle.

Julia: Nimm dich nicht so wichtig. Das letzte Mal haben wir die Stirnlocke des Mädchens auf dem Bild und den Hahn analysiert. Gezeigt wird eine Rendezvous-Situation, in der der Mann sich ein wenig aufspielt und euphorisch quatscht, sich Erfolg bei der Frau erhofft. Die soll sich den Schoß zuhalten und nicht mit ihm ins Bett gehen, um seine Verliebtheit zu steigern, am Ende soll sie ihn fallen lassen, für Geld.

Die Kinder, die das Buch lesen, können die einfachen Symbole entschlüsseln: Den Kronleuchter, was Rotwelsch soviel heißt wie K er on leu ch ter = er glaubt, an ihr dran zu sein und sie verschweigt, dass er ein Trottel ist. Oder die vier Kerzen in a i ner Ray e, was heißt: Es ist darauf zu achten, dass darüber geschwiegen wird, dass das alles für Geld geschieht.

Mayr: Furchtbar. Ein Männerverletzungs- und Geldverdienerinnenkurs für Kinder.

Julia: Die Verlage können nichts dafür, oft auch die Autorinnen nicht. Die Illustratorinnen auch nicht, wie sich von selbst versteht, sonst bleibt ja keiner über.

Zurück zum Buch. Wir sehen auch noch zwei Elfen, zwei El Fan, das ist halt Denglish-Rott und heißt, dass dem Mädchen das Geld bei der Verarschungsaktion nicht das Wichtigste sein sollte. Möglicherweise die Ideologie.

Mayr: Denglish-Rott, wie abstoßend. Aber gut, man wird solche Wendungen einbauen, damit die älteren Leute nicht alles verstehen, also ältere V-Knacker, die solche Bücher in die Hände bekommen.

Julia. Sicher. Auffällig ist auch der Hinweis auf das zu erwartende Verhalten des Mannes, die vier Kerzen außerhalb des Teppichs bedeuten, dass der Kerl über das Rendezvous quatschen wird und das erwünscht ist.

Mayr: Und solche Aktionen sind Alltag?

Julia: Natürlich. Das wird gemacht, um Männern die Kraft für unerwünschte Aktionen zu rauben. Der Mann verliebt sich, wird ewig vertröstet, verletzt, wie ein Depp behandelt usw. Es kann einen jeden treffen der frech wird, und der Geheimdienst bezahlt mit klein Eß, wie du das nennst, du Uhl in deinem geistigen Pfuhl.

Mayr: Danke Julia. Diesen Mut möchte ich haben, Snowden ist ein Scheißdreck gegen dich. An dir könnte sich so mancher Recke ein Beispiel nehmen; ich selbst lache, wenn die Polizei mir die Bude stürmt, bedränge Bundesbehörden und trinke Kaffee mit Mördern. Trotzdem muss ich sagen, Kompliment.

 

(Bild: Ellermann Verlag, kunterbunt79. Mitarbeit Julia Präauer, Wien)

 

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