Ein Fimmel der Staatssicherheit

Jeder Geheimdienst hat seine eigenen Komplexe; nicht unbedingt wie an Fingerabdrücken kann man so diese verdeckten Strukturen unterscheiden, eher wie an Narben oder eingefahrenen, schrulligen Verhaltensweisen, zum Beispiel bei ehemaligen Sträflingen.

Die Staatssicherheit der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik hat zum Beispiel von Anfang an den Komplex entwickelt und tradiert, besonders treue Mitkämpfer mit ungeheuer brutalen und demütigenden Methoden sich selbst abspenstig zu machen und „auf die andere Seite zu schicken.“

664045CD-4F55-4BEA-BE12-3DB842BD2223

Das ging ganz plötzlich. Jemand wurde ausgewählt, „rüberzugehen“, zum Beispiel zu den Liberalen, und ab diesem Zeitpunkt demütigte, triezte, quälte man ihn, schanzte ihm bösartige Weiber zu, machte ihm den Kommunismus madig, hungerte ihn aus, spuckte ihn an und ließ ihn fallen, so lange, bis er zu einem authentischen Antikommunisten geworden war und heulte wie ein hilfloses Baby.

Irgendwann sollte er zurückkommen oder auch nicht, eben als ehemaliger Kommunist Grausamkeiten erledigen.

Das ist die Staatssicherheit. Und heute noch, an den Verhaltensweisen so mancher Leute, erkennt man diesen Dienst und seine Komplexe. Wenn wieder einer weggeschickt wird, getriezt und gequält, gedemütigt und ausgemergelt wird. Dabei wäre es gar nicht mehr nötig, es ist sogar dumm, heute.

Es ist halt der Geist der Staatssicherheit.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s