NSU: Ostern und Weihnachten zusammen

Auf diesem Blog war schon öfter die Rede von Herren, die rein äußerlich den fitten Kleingewerbetreibenden machen und doch mit ihrem Geschäft bloß Geld reinholen, das der Frau nicht offiziell übergeben werden kann. Ich habe dazu zum Beispiel gemeinsam mit dem Hexenkollektiv Rote Ernte einen Artikel verfasst; er trägt den Titel „Prinz Eß in li li Fee“, was so viel heißt wie „der Mann nimmt das Geld ein und ich tu so als sei ich die Nutte“.

Bei den Dönermorden treffen wir solche Konstellationen fast durchgehend an. Der Mann betreibt einen absurden Laden, der nur deshalb läuft, weil der Geheimdienst die Kunden reintreibt, und die Mauscheleien der Damen bleiben im Dunkeln. Plötzlich ist der Mann tot.

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Aus den Akten zum Fall Kilic (Kripo München)

Sie sehen die Abbildung einer Ansammlung von Kram aus dem Besitz des Habil Kilic (Münchner Opfer). Kilic war mit einer Dame zusammen, die ihm durchaus wohlgesonnen war, wie wir am Bild erkennen, denn kein Mann würde selbst solchen Scheiß kaufen. Wir sehen die Geschenke der Frau an den Mann, und der Polizeifotograf hat selbst noch durch die Kunst des Bildausschnittes dabei mitgeholfen, die Geschichte dieser Beziehung zu erzählen.

Wir sehen:

KRÖTE

HALLI GALLI

ASCHENBECHER

EIFFELTURM

STOCKENTE

PARFUM

… sowie die klassische

FERNBEDIENUNG.

Die Fernbedienung hat der Polizeifotograf mit aufs Bild genommen, weil er damit sagen wollte, dass das Opfer sein Geld als Fee im Bett verdient, der Jung. Dieser Hinweis steht wie eine leuchtende Sonne über dem Sinnzusammenhang der übrigen Komposition.

Die Fernbedienung hat der Polizeifotograf mit aufs Bild genommen, weil er damit sagen wollte, dass das Opfer sein Geld als Fee im Bett verdient, der Jung. Dieser Hinweis steht wie eine leuchtende Sonne über dem Sinnzusammenhang der übrigen Komposition.

Das wohl hässlichste Objekt in Kilics Schrank ist die Kröte. Kein gesunder Mann und keine normale Frau würde so etwas kaufen bzw. schenken. Kilics Frau hat damit eine Botschaft platziert, die lautet „der Kerl kann kein Rotwelsch“, der Mann ist der Sprache der Geheimdienste nicht fähig, tärisch.

Mit dem „Geduldsspiel“ Halli Galli sagt die schwenkende Frau auf Rotwelsch, dass sie ihren Partner mit Gift und Galle überziehen wird, sollte er je auf die Idee kommen, den Geschlechtsverkehr zu verweigern. So etwas kommt bei gesunden Männern ja auch selten vor, es sei denn, man wird vergiftet oder es graust einen vor einer Verbrecherin.

 

(Mitarbeit: Hexenkollektiv Rote Ernte)

 

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