Der Gang in den Keller

Es war einmal ein Ehepaar; von der großen Liebe war nie die Rede gewesen, eher von einer Bestrafung des Ehemanns. Allein das Hochzeitsfoto hätte dazu ausgereicht, ganze Scharen von linksliberalen Geheimdienstlern das Fürchten vor der Ami-Hex zu lehren.

Jahre später stiegen die Frau und der Mann in den Keller. Vieles war in der Zwischenzeit geschehen, Gutes und Böses. Viele Tote hatte es gegeben, viele Menschen waren verstümmelt, in den Schwachsinn hineingegiftet, zerstört, entmutigt und gemaßregelt. Man hatte zwischendurch auf dem Niveau agiert, dem Ehemann einen Nagelpilz zu machen, auf dass die Welt weiß: Nagel Pills.

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Der Sohn, eine berüchtigte Uhl (blinde Eule) aus einem Pfuhl (einer dreckigen Badewanne, von der aus er seine Geschäfte erledigte) war zu Besuch und stieg mit runter in den Keller.

Unten drunt, es war stockdunkel und nur die blaue Waschmaschine leuchtete, hob die Mutter die Hand. Wie von finsteren Mächten gezwungen wies sie dem Sohn das Geheimnis der Waschmaschine, die die Jahre über stets als Giftschleuder für die Familie gedient hatte.

Ein namenloser fauler Geruch stieg ihm in die Nase.

Er schlich in die Garage, am Auto vorbei, dessen Sitze man jahrelang mit Gift getränkt hatte. Für andere wäre das Leben in einem solchen Moment vorbei gewesen.

Angerührt vom Tod und fast ohne jede Empfindung, Blei im Schädel, Rückenschmerzen, beschloss der Sohn, abzuhauen und nie wieder zu kommen. In Gedanken sah er einen Bewaffneten; der stürmte das Haus und stellte die Ordnung wieder her.

 

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