Dönermorde: Prinz Ess in li li Fee

Außerhalb der allzu banalen linksliberalen Gesellschaftskritik scheint es kaum einen Zusammenhang zwischen dem Bösen und miesen Kinderbüchern zu geben. Prinzessin Lilifee und Dönermorde – ein kaum fassbarer Zusammenhang.

Allerdings ist die Subkultur der Geheimdienste voll von solchen Zusammenhängen. Sehen wir uns zum Beispiel die rotwelsche Bedeutung des Titels der Buchserie „Prinzessin Lilifee“ an, dann haben wir ein wesentliches Element der Dönermorde entschlüsselt.

Der Buchtitel bedeutet nämlich schlicht und einfach: Wenn dein Prinz (der ein Taugenichts sein mag) Geld vom Geheimdienst bekommt und das Geld eigentlich für dich bestimmt ist, dann stelle dich in der Beziehung und vor allem nach außen hin als „Fee“, also als seine Nutte, dar.

Ohne Titel
Kinderbuch zur Hexenschulung, Männerkauen am Teppich. Fingermodel: Julia Präauer

Durch reaktionäre weibliche Rollenbilder werden im V-Leutesumpf gern Geldflüsse verschleiert, insbesondere wird der wahre „Geldverdiener“ gedeckt. Man kommt dann gar nicht auf die Idee, dass die Frau was Gefährliches macht. Schließlich ist der Mann der Zampano – und am Ende doch nur ein Anhängsel.

Damit haben ist die Grundstruktur der Dönermorde: Männer streifen mit sinnlosen Geschäften Schwarzgeld ein, das in Wirklichkeit für die Tätigkeit der Partnerinnen gezahlt wird. Das darf nicht auffallen, weil die Partnerinnen top secret arbeiten, unsagbare Dinge erledigen. Das „Ess“ der Partnerin muss dann in ihrem Sinne ausgegeben werden, der Partner (auch politisch) brav sein.

Diese Struktur wird dann von Geheimdienstkriegen (gegen die PKK) überlagert und von politischen Geldbeschaffungsaktionen (z.B. für Erdogan). Zur Not fließt noch ein wenig Kulturrassismus hinein, um dem ganzen auch noch eine volkszersetzende Note zu geben.

Die Dönermorde sind damit der Struktur nach öffentlich aufgeklärt. Man denke an Şimşeks Blumenladen, sein Schwarzgeld, an Veli A., den Provokateur gegen die PKK, an den scheinbaren Ehrenmord in Hamburg usw. Es war so gemacht, dass der Killer nicht immer wissen musste was er tut.

(Mitarbeit: Hexenkollektiv „Rote Ernte“)

 

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