Münchner Dönermorde: Keine Verbindungsdaten

Bei der genauen Durchsicht der Polizeiakten zum Fall Kilic (Vorgang 2005) fällt auf, dass die Kriminalpolizei daran gehindert worden ist, Verbindungsdaten bestimmter Personen zu recherchieren und zu dokumentieren. Dazu kommt, dass die Münchner Gerichtsakten um Rechercheergebnisse und sogar Rechercheanfragen der Polizei „bereinigt“ worden sind.

In der Sache Kilic fällt das deswegen besonders auf, weil die Akten im Gegensatz zu anderen Dönermorden sauber geführt worden sind.

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Man wollte wissen, welche Verbindungen ein Lieferant Kilics gehabt hatte und wurde vom Provider des Lieferanten „enttäuscht“. Eine solche Antwort ist freilich eine Frechheit; nur stellt sich die Frage, warum der Mann geschützt werden hätte sollen.

Artikel ursprünglich vom Provider gekürzt. Ich durfte hier zunächst nicht fortsetzen.

Fortsetzung:

Die Schulden, die Kilic angeblich bei bestimmten Leuten hatte, sind offensichtlich erfunden. Seine Ehefrau machte dazu Aussagen, die von anderen Zeugen widerlegt wurden.

Das gilt sowohl für kleinere als auch für angeblich sehr große Beträge. Kilics Salär bzw. das seiner Frau wurde über normale Geschäftsbanken, die ja mit Geheimdiensten grundsätzlich nichts am Hut haben, transferiert.

Die deutsche Kriminalpolizei war sich dessen schnell bewusst. Man fahndete dann nach den Richtigen und nannte sie „Lieferanten“, um gegen sie ermitteln zu können, war sich aber natürlich der Tatsache bewusst, dass es sich um die geheimdienstlichen Vorgesetzten des Opfers handelte.

Und da war dann Schluss mit den Ermittlungen.

Ohne Titel
Türkischer Agentenführer, gegen den nicht ernsthaft ermittelt werden durfte. Er sieht nicht aus wie jemand, mit dem sich spaßen lässt.

Die Nürnberger Kripo versuchte, den hier abgebildeten „Lieferanten“ vorladen zu lassen. Das klappte nicht, wie es scheint. Seine Kontakte durften auch nicht dargestellt werden, was vollkommen selbstverständlich gewesen wäre.

Hamit Vurucu heißt der Mann. Der Spiegel durfte dann später aus seiner Flucht in die Türkei die Legende basteln, die möglichen Täter in Kassel seien geflüchtet. Lügenpresse eben.

 

(Dokumente: Arbeitskreis NSU)

 

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