Der Hass der kleinen Leute: Sturmfreie Bude

Im ersten Teil dieser Serie wurde deutlich, dass die Dönermorde viel mit der massiven Aggression kleiner geheimdienstlich gebundener Leute zu tun haben, die ihre einfache Versorgung und archaische Positionen in Familie, Freundeskreis und Partnerschaft mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Habil Kilic, ein Münchner Dönermord-Opfer, war verheiratet. Trotzdem schien er zumindest der erotischen Wahrnehmung anderer Frauen nicht abgeneigt. Jeder Mann wird das verstehen. Kilic betrieb einen kleinen Obst- und Gemüsehandel, hatte kaum Geld auf der hohen Kante und musste, wie fast alle einfachen Menschen, von der Hand in den Mund leben.

In den Tagen vor seiner Ermordung hatte Kilic sturmfrei (die Familie war auf Urlaub, übrigens in der eigenen Ferienwohnung im Ausland) und schien guten Mutes zu sein. Zeugenaussagen seiner Freunde und Bekannten belegen das. Gleichzeitig schien er auf diffuse Art bedroht zu werden. Er trank, wie alle Männer, die sturmfrei haben und nicht aus Holz sind, während der Abwesenheit seiner Frau ab und zu einen halben Liter Mineralwasser über den Durst.

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Eine brasilianische Maus, mit der Kilic keinen Sex hatte

In seinem Laden erschienen in der Zeit vor dem Mord, insbesondere in den Tagen der Abwesenheit seiner Frau, diverse Damen, die mit ihm flirteten und denen er zum Spaß und ohne sie zu kennen Geld „lieh“. Einer Brasilianerin soll er 50 DM geliehen haben, ohne ersichtlichen Grund, am nächsten Tag soll sie ihm nach Zeugenaussagen vielleicht die Telefonnummer gegeben haben (was nicht passiert ist).

Am Abend vor dem Mord quatschte Kilic gegenüber einem Freund davon, eine Dame gevögelt zu haben. Irgendeine, die in seinen Laden gekommen wäre. Der Zeuge, der das berichtet, fügt allerdings hinzu: Kilic hat gern gelogen. Auch in diesem Fall hat er seinem Freund eine Lüge aufgetischt, denn mit der Frau war körperlich nichts gelaufen.

Was soll das? Ist das normal?

Wir haben es hier mit einer zwar äußerlich alltäglichen, so doch geheimdienstlich motivierten und geplanten Situation zu tun. Kilic strich (geheimdienstoffiziell) über seinen Laden das Versorgungsgeld seiner Frau ein, die sonstwas erledigt hat (Kilic selbst wird man zeitweise eingeredet haben, es sei sein eigenes Einkommen. Seine Frau setzte trotzdem eine teure Ferienwohnung in ihrer Heimat durch).

Das Geld für Kilic wurde locker gemacht, damit er seine Frau erträgt und sie einen Mann hat, dem sie Vorwürfe machen und den sie schikanieren kann.

Als die Ehefrau im Urlaub war, hat man Kilic mit Versuchungen bombardiert, die keine waren. Die Damen, die man ihm auf den Hals hetzte, flirteten äußerlich bloß mit ihm, sie bekamen dafür ein paar Euro. Und dann hat Kilic einen Fehler gemacht: Er hat anderen Leuten gegenüber behauptet, mit den Frauen sei tatsächlich etwas gelaufen. Das war die Falle, denn Geheimdienstnutten verpfeift man nicht (es sei denn, man will enden wie Dr. Siegfried Mayr).

Schon gar nicht verpfeift man elektronischen Verkehr. Das geht gar nicht. Kilic wird mit den „flüchtigen Damen“ in Abwesenheit seiner Frau elektronisch, drahtlos, verkehrt haben. Diese „telepathische“ Masturbation ist für die Geheimdienste deshalb ein Problem, weil sie nach wie vor von einer archaischen Moral beherrscht werden. Wichsen geht gar nicht. Dass dafür Geld gezahlt wird, darf nicht geheimdienstöffentlich werden.

Kilic hat nicht nur einen Geschlechtsverkehr erfunden; viel schlimmer war, dass er seinem Freund den Weg der Entlohnung der Elektro-Dame verraten hat (die „spontane“ Übergabe von 50 DM).

Man hatte dann eine „innergeheimdienstliche“ Ausrede für die Tötung Kilics, nämlich den Hass seiner Umgebung und der Damen, die ihn ausnutzen wollten. Das war dann die Legende für den anderen Kram, der wohl mit einer leischigen Haltung gegenüber Geheiminformationen aus dem scheinbaren Alltag und mit einem losen Mundwerk im Hinblick auf die Tätigkeit seiner Ehefrau zu tun hat.

Eine Falle.

Seine Ehefrau und die Elektro-Damen, deren Entlohnung verpfiffen worden war, brauchten ihn bloß zu hassen. Den Rest erledigten die finsteren Mächte und organisierten die Tötung (deren Wirkung vor allem auf anderen Ebenen nutzbar war). Danach logen die Damen der Polizei ins Gesicht, wie sie es gelernt hatten und deckten eine Aktion, die nicht nur ihren Interessen diente.

Ende von Teil 2

 

Teil 1

(Dokumente: NSU Leaks, Foto: Unbekannter Amifotograf)

 

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