Der Irrsinn des NSU-Prozesses

Schritt für Schritt zerbröselt die absurde juristische Veranstaltung zur so genannten juristischen Aufarbeitung des Nationalsozialistischen Untergrundes in München. Natürlich traut man sich nicht, meine Angaben zu den Hintergründen des NSU öffentlich wahrzunehmen. Ich habe sogar schon das Glück, nur noch von guten Freunden als Irrer bezeichnet zu werden, meine Gegner wagen nicht einmal mehr das.

Stattdessen dieses:

211 000 Euro hat der Anwalt eines Phantomopfers vom Oberlandesgericht München für seine Teilnahme am NSU-Prozess erhalten.

Die Staatsanwaltschaft Aachen hat gegen den Anwalt nun Anklage wegen Betrugs in einem besonders schweren Fall und Urkundenfälschung erhoben.

Ein kleiner Fisch, dieser „Anwalt“.

Noch vor wenigen Jahren hätte man einen Ausdruck wie „Phantomopfer“ bloß einem so genannten Verschwörungstheoretiker zugetraut. Erfundene Opfer, so etwas kann es doch bei einem staatswichtigen Prozess gar nicht geben. Und was, wenn die ganze Anklage erfunden ist? Wie sieht dann die Anklage gegen Manfred Götzl aus, der in München seit Jahren unwidersprochen Unschuldige verfolgt?

Ohne Titel
Schöne Szene aus dem Film „Opfergang“ – wer da Rotwelsche Phantasien entwickelt, darf sie behalten

Die Bundesanwaltschaft geht bloß ihrem Handwerk nach, die darf lügen und betrügen wie sie will (es ist zum Verzweifeln). Der Richter in einem solchen Prozess aber hätte einen Mist wie die von Diemer und Weingarten vorgelegte Anklageschrift niemals akzeptieren dürfen. Er hätte die Anklage niemals zulassen dürfen.

Schon mit dem Zulassen der Anklage hat er sich offenkundig strafbar gemacht, von der moralischen Dimension seiner „juristischen Handlungen“ zu schweigen.

Und die Urkundenfälschung? Was ist mit der Aktenfälschung, zu der deutsche Polizisten gezwungen worden sind? Steckt man einmal in einem Handwerk und wird jahrelang dazu gezwungen, dann läuft das natürlich, man fälscht und holzt, dass die Sau graust. Ab und zu rutscht dann einem solchen Holzknecht noch ein Rest Moral heraus und man merkt das dann an wohltuenden Unstimmigkeiten und allzu groben Fälschungen.

Noch einmal: Der NSU war keine Terrorgruppe sondern ein Projekt, das dazu entworfen und durchgeführt worden ist, Mordkartelle sowohl in Österreich als auch in der BRD auffliegen zu lassen. Dabei wurde keine Waffengewalt angewandt, es handelte sich ausschließlich um (auf von mit Restmoral ausgestatteten Kräften durchgestochenen Geheiminformationen basierendes) Gequatsche im Alltag, das wie zufällig aussehen und die hinter den Kartellen stehenden Geheimdienste blamieren hätte sollen.

Das ist auch der Grund, warum Mundlos und Böhnhardt sterben mussten. Die beiden hätten sich vor Gericht gewehrt. Eine Frau zu isolieren und unter Druck zu setzen nach dem Schema „Eins gegen 80 Millionen“, sie als Hexe und Pädophile, als weiß Gott wie dämonische Nazibraut zu titulieren (als ob sie nicht ein moderne und emanzipierte, in der DDR sozialisierte Frau wäre), das passt zu den Feiglingen im Juristenkittel.

Diese Luschen getrauen sich nicht, mich vernehmen zu lassen. Sie haben die Hosen voll.

 

(Screenshot: „Opfergang“, 1944, Veit Harlan, Transit Film)

 

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