Dönermorde: Organisatoren und Auftraggeber

Das geheimdienstliche Wirrwarr der Dönermorde hat auch handfeste, praktische Seiten. Morde müssen organisiert, geplant, mental und finanziell abgestützt werden und die Täter müssen verschwinden, damit die von Zwängen und internen Revisionen geplagte deutsche Polizei sich nicht mit ihnen auseinandersetzen muss.

In den Akten des LKA Hamburg zum Hamburger Dönermord (Tasköprü; die Befragung bezieht sich aber auch auf die anderen Morde) finden sich Protokolle von Zeugenaussagen, die die Organisations- und Befehlsstrukturen hinter den Dönermorden darstellen. Diese Aussagen sind teilweise stark (und primitiv) legendiert worden, offenbar zum Zweck, die Zeugen und ihr Umfeld, aber auch die deutschen Sachbearbeiter, vor dem türkischen Geheimdienst und den übereifrigen, vom Volksverrat und der Zersetzung unserer Volksgemeinschaft lebenden politisch beeinflussten Vorgesetzten zu schützen.

Ohne Titel

Der vernommene Zeuge, offensichtlich ein Aktivist der PKK, verfügt über Detailwissen zu den Mordhintergründen (der Zeuge kann so etwas nicht selbst in Erfahrung gebracht haben) und nennt dem Hamburger Sachbearbeiter (der von mir nicht preisgegeben wird) ohne große Umschweife den Organisator einiger Morde.

Bei diesem Organisator handelt sich um den Vorsitzenden eines Frankfurter Moscheevereins, der offenkundig als V-Mannführer für den türkischen Geheimdienst tätig war. In sauberem Beamten-Rotwelsch (siehe Abbildung) notiert der Sachbearbeiter auch die Umstände der Aussage (der Befragte war jung, hat sich ein wenig verplappert, was der Sachbearbeiter im Protokoll austariert) und Motive des Befragten sowie dessen Bereitschaft im Interesse der Sicherheit von Polizisten zu schweigen. Zusätzlich wird das Schweigen des Sachbearbeiters versichert.

Mit geringem Aufwand können diese türkischen Strukturen transparent gemacht, die Organisatoren ausgeforscht werden. Nach Auskunft meiner kurdischen Freunde ist der besagte „Muslim“ und türkische V-Mannführer schon seit Jahren wieder in der Türkei.

Manfred Götzl könnte einen des Rotwelsch kundigen Polizisten nach München vorladen und ihn zu diesem Vernehmungsprotokoll befragen.

 

(Dokumente: Arbeitskreis NSU)

 

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