Eiweißvergiftung auf der Bildungsreise, Teil 2

Im ersten Teil dieser kleinen makabren Geschichte wurde dargestellt, wie unser Chipjunge Dell als überheblicher, spätpubertärer Lümmel um den Frühstückstisch herum lungert und seinen Steuermann anödet, während er im Begriff ist, dem Eingeständnis eines Auftragsmordes zu lauschen.

Nun wird natürlich nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird. Mord ist es natürlich keiner; es ist eine geheimdienstliche Tötung, gegen die die Polizei nichts machen kann und machen will, weil man trotz allem selber leben will.

Sehen wir uns den Chipjungen an, wie er dem makabren Eingeständnis lauscht. Schon als Kind hatte er ja dabei zugesehen, wie es zur Sache ging. Leute mit schwachen Nerven sollten jetzt auf den Blog der Bundesanwaltschaft ausweichen oder sich innerhalb der Dienststelle einen Kaffee holen.

Ohne Titel
Schmackhafte Speisefische

Dells Mutter futterte ihr mit Sahnejoghurt angereichertes Müsli; im Laufe der Jahre hatte sie sich an die lebende Überwachungskamera an ihrer Seite gewöhnt und es in Kauf genommen, bei ihrem Handwerk gleichzeitig vom eigenen Fleisch und Blut beobachtet und von Franz ins Visier genommen zu werden.

Das gebildete Riesenbaby verstand ohnehin kaum ein Wort Rotwelsch oder es tat zumindest so. Dem Affen war es ihrer Ansicht nach egal, dass im Flüsterton der alpenländischen Konspiration über das Wegmachen geredet wurde. Man sah es ihm nicht an, ob er etwas ahnte oder nicht; immer grinste er, machte Witze über Dinge, die nicht zum Thema passten und schien es zufrieden.

Man hatte der biologischen Mutter der lebenden Überwachungskamera für Geld eingeredet, dass der Herr Sohn nichts vom Chip in seinem Kopf weiß, oder er zumindest nicht daran denkt, ausreichend korrupt und dumm ist, alles zu ignorieren was er sieht.

Dass diese Haltung dem Affen gegenüber irgendwann in die Hose gehen würde, dass er als erwachsener Mann irgendwann die Hölle gegen dieses Gezücht loslassen würde, damit war an diesem Frühstückstisch noch nicht zu rechnen.

Zwischen zwei fetten Bissen meinte das Mutterherz, die Frau Kollegin Nitsch vom Lehrerverband habe auf der Bildungsreise eine Eiweißvergiftung bekommen und dann schwitzend an den Herrn Leiter des Lehrerverbands gedacht.

Was konnte das auf Rotwelsch heißen? Es hieß, dass die vergiftete Kollegin etwas über denjenigen wusste, der einem Jung Gift verabreicht hatte. Nämlich den Leiter des Lehrerverbands. Der war also vergiftet worden, und die Frau Nitsch hatte was bekommen, auf dass sie die Schnauze hält.

Würden Sie es schaffen, 25 Jahre lang über einen solchen Kram den Mund zu halten? Wahrscheinlich schon. Nur irgendwann ist es genug, dann „schützt“ man die eigene Frau Mutter nicht mehr. Man schickt ihr dann höchstens noch ein paar Pralinen ins saubere, trockene Frauengefängnis… die Pralinen werden dann sowieso weggeworfen, weil sich keiner vorstellen kann, dass ein Affe, ein ferngesteuerter Mensch, nach 25 Jahren Folter den braven Mann macht.

Ich bin es übrigens selber; Franz ist leider wirklich tot. Ich habe ihn sehr gern gehabt. Ich habe auch andere Menschen sehr gern gehabt, nur wird das offenbar nichts mehr nach so einem Leben.

Lieber der Tod als der rotwelsche Scheißdreck; das ist meine Devise.

 

Teil 1

(Foto: cyclonebill, CC BY-SA 2.0)

 

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