Dönermorde: Der türkische Lockspitzel, Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich beweisfähig dargelegt, dass sich ein gewisser Veli A. im Umfeld des Hamburger Dönermords als PKK-Mann ausgegeben und mit dem späteren Opfer kriminelle Geschäfte zu machen anschickte. Weiter wurde auf der Grundlage von Informationen mir persönlich bekannter kurdischer Aktivisten zweifelsfrei festgestellt, dass A. nicht zur PKK gehört und dieser als Lockspitzel bzw. Provokateur schwer geschadet hat.

Die Tötung des Hamburger Dönermord-Opfers erscheint vor diesem Hintergrund als Element eines Geheimdienstkrieges des türkischen Geheimdienstes gegen die PKK: Die türkische Bevölkerung sollte den Eindruck haben, dass Türken, die sich mit der PKK einlassen (oder Kurden mit türkischem Pass, die sich mit der PKK einlassen), die Kugel ins Gesicht zu erwarten haben.

Veli A. hat im Umfeld des Hamburger Dönermords also als PKK-Darsteller fungiert; das hat er auch noch bei anderen Dönermorden und beim Anschlag in der Keupstraße gemacht, zumindest nach den Erkenntnissen der deutschen Polizei. Auf ihn sollte sich der polizeiliche Eifer konzentrieren, er sollte auch in den alternativen Medien als „Dönermörder von der PKK erscheinen“.

Nur: In der Realität war das ein wenig anders.

Ohne Titel
Nr. 3.15 aus einer Wahllichtbildvorlage des Hamburger LKA: Unbekannter „Kurde“

Oben sehen Sie ein erkennungsdienstlich erstelltes Lichtbild einer Mannes, der von einem Zeugen aus dem Umfeld des Hamburger Dönermordes als „PKK-Mann“ identifiziert worden ist. Der Zeuge (seine Befragung und dazugehörige Aktenteile haben kein Aktenzeichen!), ein Lokalbesitzer aus der Umgebung, erkannte den oben abgebildeten Mann als einen „Schutzgelderpresser der PKK“, der angeblich Zeitschriften an Lokalbesitzer und deren Geschäftsführer ausgab und dafür Geld abnötigte.

Nach den Informationen meiner kurdischen Freunde handelt es sich bei dem oben abgebildeten Mann aber NICHT um einen Agenten der PKK sondern wie bei Veli A. um einen türkischen Lockspitzel, der unter der fälschlichen Vorgabe, PPK-Mann zu sein, Schutzgelderpressung betrieben hat.

In den Akten des Hamburger LKA wird aus diesem unbekannten türkischen Agenten und Provokateur plötzlich – man höre und staune – Veli A.:

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Fälschliche Zuordnung von Lichtbildern durch das LKA Hamburg, fehlendes Aktenzeichen

Jeder, der Augen im Kopf hat, kann sehen, dass man Veli A. dem oben abgebildeten, ein wenig furchterregenden Mann vorgeschoben hat (vgl. die identischen Lichtbild-Nummern). A. musste den Dummie machen; er war ohnehin im Fadenkreuz der Ermittlungen, die BAO Bosporus hatte sich schon eingehend mit ihm befasst, ihn zähneknirschend als PKK-Darsteller akzeptiert.

Man erkennt: Der türkische Geheimdienst, durch die fetten Politiker der BRD gedeckt, schont gegenüber der deutschen Polizei seine Leute und Strukturen; mit den Dönermorden wurde eine Imagekampagne gegen die PKK betrieben, die gleichzeitig einen Haufen Geld gebracht hat. Dort, wo das Geld wirklich floß (zum Beispiel in der Schutzgelderpressung) konnte oder durfte die deutsche Polizei nicht ermitteln.

Den kleinen Drogen-Heini und Jogginghosen-Träger Veli A. konnte und wollte man opfern. Dafür gab es dann später heile Welt und Familienleben in Izmir. Erdogan vermochte mit der Kohle seine Wahlkämpfe zu finanzieren und die Dönermorde in der polizeilichen Öffentlichkeit (die Dönermord-Akten kann man als eine Art Bild-Zeitung der halbwegs informierten Teile der deutschen Polizei verstehen) auch noch der PKK in die Schuhe zu schieben.

Verständlich, dass der BAO Bosporus 2010 die Kragen geplatzt ist und man eine Nazilegende erfinden musste, um das alles abzuwürgen.

In der nächsten Folge werde ich zeigen, wie ein Zeuge diese Image-Kampagne des türkischen Geheimdienstes gegen die tapfere PKK legendiert und dabei fast unseren grauslichen Schnurrbart-Träger, den türkischen Geldeintreiber und volksfeindlichen Schädling, in Gefahr gebracht hat.

Ende des zweiten Teils.

 

Teil 1

Fortsetzung (Teil 3)

(Dokumente: Arbeitskreis NSU. Der Mut des Sachbearbeiters im Hamburger LKA bei der aktenzeichenlosen Zeugenvernehmung ist zu würdigen. Ich weiß schon, er musste dann die Fälschung begehen und das Aktenzeichen vergessen, wir sind alle keine Engel)

 

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