Dönermorde: Der türkische Lockspitzel, Teil 1

Sie können im Folgenden die sachgerechte Entlarvung eines türkischen Lockspitzels miterleben, der im Umfeld der Dönermorde agiert hat. Dieser Mann, Veli A., ist vom türkischen Geheimdienst im Kontext des Hamburger Dönermords (und bei anderen Verbrechen) dazu benutzt worden,

– türkische Staatsbürger scheinbar in die Nähe der PKK zu bringen,

– die PKK zu diffamieren und ihren Ruf zu schädigen, sowie

– die demonstrative Liquidation eines türkischen Staatsbürgers, der sich angeblich mit der PKK einlässt, zu legendieren.

Die folgende Darstellung liefert eine Deutung der Dönermorde als Geheimdienstkrieg gegen die PKK. (Die Dönermorde sind eine komplexe Operation und gehen noch weiter, sie waren auch eine Machtdemostration des türkischen Staates beim Eintreiben von Unterstützungsgeldern für Erdogan, und auch diese Machtdemonstration ist gegen die PKK gewendet worden).

Ohne Titel
Vorlage – Veli A., aus Lichtbildmappe LKA Hamburg, 63, SOKO 061 Az.: 63n/9K/1900229/06, Blatt 120.

Sie sehen oben den Spitzel Veli A., der nach expliziten Erkenntnissen des Hamburger LKA (PK36, 9.6. 2006, Az.: 036/5K/0381443/2006) für die PKK tätig gewesen sein soll. Eine solche Mitgliedschaft oder auch nur eine Nähe des Herrn A. zur PKK konnte ich nach Rücksprache mit gut informierten Kurden nicht bestätigt finden. Veli A. hat nie für die PKK gearbeitet, sich nie für die PKK interessiert und auch nie mit kurdischen Aktivisten zusammengearbeitet.

Meine kurdischen Informanten haben mir klar gemacht, dass sie niemals einen Agenten akzeptiert hätten, der nach gerichtlichen und polizeilichen Feststellungen auf eigene Rechnung und zur Deckung des Eigenbedarfs mit Kokain handelt, der säuft und raucht, den lieben langen Tag in der Jogginghose flaniert (zum Nachweis des öffentlichen Auftretens von Veli A.: PK36, 9.6. 2006, Az.: 036/5K/0381443/2006) und insgesamt vom Auftreten her der PKK bei einfachen türkischstämmigen Menschen schwer schadet.

Dass im Umfeld der Dönermorde und als direkte Mordopfer auch echte V-Leute der PKK umgekommen sind, steht auf einem anderen Blatt.

Veli A. soll, und dieser Umstand kann als weitgehend gesichert gelten, mit dem Hamburger Mordopfer Tasköprü Kokain gehandelt und weitere illegale Geschäfte angebahnt haben. Wenige Jahre nach seinem Auftreten in Hamburg ist A. in die Türkei übergesiedelt und hat dort – unter Türken – in Izmir ein „westliches“ Leben geführt, war sogar bei Facebook zu sehen.

Er genoss daher den Schutz des MIT.

Ohne Titel
Hamburg: LKA 6/ SOKO 061 LKA63n/ 9K/ O190229/ 2006

A. ist auch bei anderen „Dönermorden“ und bei Verbrechen, die später mit dem NSU in Zusammenhang gebracht worden sind, in Erscheinung getreten, so im Umfeld des Mordes an Ismail Yasar (PK36, 9.6. 2006, Az.: 036/5K/0381443/2006). Die einschlägigen Zuordnungen sind anonym von Zeugen vorgenommen worden, die von den jeweiligen Staatsanwaltschaften Vertraulichkeitszusagen erhalten haben.

Diese Zeugen mögen das Bindeglied zum türkischen Geheimdienst darstellen. Man schützt sie, um die Logistik des MIT zu schützen.

Es ist nach Einschätzung meiner kurdischen Freunde sowie nach Aktenlage davon auszugehen, dass Veli A. das Hamburger Mordopfer Tasköprü gezielt „auf die schiefe Bahn“ und in eine scheinbare Nähe zur PKK gebracht hat, und zwar im Auftrag des türkischen Geheimdienstes, der der PKK schaden wollte. Es sollte so aussehen, als ob ein junger Türke sich „mit den Kurden eingelassen“ und dafür die Kugel bekommen hätte, gleichzeitig sollte der Ruf der PKK geschädigt werden.

Ende des ersten Teils.

 

Teil 2

Fortsetzung (Teil 3)

(Dokumente: Arbeitskreis NSU)

 

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