Das verheerendste Schriftstück der BRD, Teil 2

Hier können Sie das verheerendste Schriftstück der BRD herunterladen. Ich habe im ersten Teil dieses Artikels dargelegt, dass man nur selten Gelegenheit hat, ein solches Dokument ohne eine beschwichtigende Absicht des Staates in die Öffentlichkeit geben zu können.

Sehen wir uns das Dokument näher an.

Kopf
Kopf des verheerendsten Schriftstücks der BRD

Es handelt sich um ein Dokument aus dem BND bzw. um ein Dokument, das für die Verbreitung im Innenministerium der so genannten BRD bestimmt war. Ausgefertigt wurde es am 17. Oktober 1980, knapp drei Wochen nach dem Oktoberfestattentat.

Die scheinbare Sachbezogenheit des Schriftstücks (man bemüht sich um eine knappe und passend wirkende Betreffzeile) erweist sich bereits bei oberflächlicher Durchsicht als Unsinn; tatsächlich handelt das Dokument nur am Rande vom Oktoberfestattentat selbst, und auch die Gruppe um Odfried Hepp taucht dort nur als Dekoration auf.

Das Dokument erzählt von der Abdeckung des Attentats, der Tarnung seiner wahren Hintergründe, und dieser Inhalt ist im Folgenden kaum verschleiert. Wie bei einem schlechten Schulaufsatz der das Thema verfehlt, wird der Leser in Regionen gelenkt, die mit dem Betreff nichts zu tun haben.

Der Form nach eine Besprechungsnotiz, also ein Schriftstück, das den Inhalt einer Besprechung wiedergeben und gegenüber den höheren Instanzen der Behörde dokumentieren soll, haben wir es mit einem konspirativen Käsezettel zu tun. Die referierte Besprechung selbst wird genau bezeichnet, auch ihre Teilnehmer:

Teilnehmer
Teilnehmer der Besprechung

Am späten Vormittag des 17. Oktober 1980 traf man sich in illustrer Runde; diverse Sicherheitsbehörden hielten ein Palaver über den „Stand der Ermittlungen“ in der Sache Oktoberfestattentat ab und was in Zukunft auf diesem Gebiet geschehen sollte. Allein der Hinweis auf „noch zu tätigende Ermittlungen“ kann als skandalös gelten; als ob man in einem Besprechungszimmer rechtsstaatlich entscheiden könnte, was z.B. die Kriminaltechnik im Kontext der Bombe zu ermitteln hat.

Das rotwelsche Klimbim des Schriftstücks ignoriere ich hier; es handelt sich um interne Desinformation.

Was die Herren gefuttert haben, ist nicht überliefert. Wir können davon ausgehen, dass geraucht worden ist – StA Pflieger, der Vertreter des Generalbundesanwalts, ist angeblich bis heute passionierter Pfeifenraucher, und das wird er auch gebraucht haben, schließlich ging er erst nach 2011 in Rente, nicht bevor er die legendären „schwäbischen Waffenfindungen“ des so genannten NSU absegnen durfte.

Dass es sich um ein peinliches Dokument handelt, für das später keiner mehr den Kopf hinhalten wollte, erkennt der erfahrene Leser am Hinweis, dass die Teilnehmer des BND vom Bayerischen LKA „gebeten“ worden seien. Sie konnten also nichts dafür, die Bayern hatten sie geholt.

Im nächsten Teil dieses Artikels geht es in medias res: Ein Feuerwerk aus Scheinspuren und peinlichen Bekundungen, in die falsche Richtung ermitteln und die Israelis schützen zu wollen. Ob die BRD den morgigen Tag übersteht vermag ich nicht zu beurteilen.

Ende des zweiten Teils.

 

Teil 1

(Dokument: NSU Leaks)

 

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