Der Spiegel: Erbärmliche Fälschungen

Die Freunde vom „Spiegel“ haben in ihrem Internet-Archiv das Deckblatt der Originalausgabe vom 6. Oktober 1980 verschwinden lassen. Kann das sein?

Schämt man sich für das Design? Für den rotwelschen Exzess, der da von der Zeitung verbrochen worden ist?

Schließlich geht es um die mediale Berichterstattung zum Oktoberfestattentat.

Ist es gar ein Versehen? Hat ein ahnungsloser Praktikant die Umschläge vertauscht?

Waren es gar keine Bomben von rechts?

Ich persönlich gehe ja davon aus, dass das Cover den Herrschaften vom Spiegel wegen der lachhaften Horror-Ästhetik erstens peinlich ist und sich zweitens aus dem Wortlaut der Schlagzeile allzu leicht ableiten lässt, dass man in der Redaktion das Attentat medial vorbereitet, gleichsam die Einleitungsmusik dazu geschrieben hat.

Eine solche Ableitung wäre einfach. In den Wochen vor dem Attentat wurden der Reihe nach jene „rechten“ Provokateure mit Schlagzeilen besprochen, die später (und bis heute von so manchem Schwätzer) im Zusammenhang mit möglichen Tätern genannt werden.

Man weiß es natürlich nicht. Man weiß nie bei der Lügenpresse.

 

(Quelle: links Scan der Printausgabe vom 6.10.1980, rechts Bildchen der Redaktion fürs Archiv)

 

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