Oktoberfestattentat: Was uns die Bombe sagt I

Auf diesem Blog ist gezeigt worden, dass die Kommunikationsarbeit der Geheimdienste materielle Erscheinungen mit einbezieht, bis hin zu körperlichen Verstümmelungen. Wer die Artefakte der Geheimdienste sieht und sie Rotwelsch deuten kann, soll von bestimmten Zusammenhängen überzeugt werden.

Auch die Konstruktionsweise einer Bombe kann eine solche Mitteilung sein. Genauer müsste man sagen: Der Kern eines terroristischen Aktes, hier der Explosionskörper des Oktoberfestattentats, sagt uns etwas über die Hintergründe des Attentats.

Gegenstände, die im Sinne der Geheimdienste zu uns sprechen, müssen in irgend einer Form abgebildet, berichtet oder gesehen werden. Im Fall der Oktoberfestbombe ist das ein kompliziertes Problem, weil die Bombe selbst ja explodiert ist und wir nur über die polizeiliche Ermittlungsarbeit etwas über sie wissen können.

Tatsächlich existieren Dokumente, die bereits vor dem Attentat kursiert sind und auf die Struktur der später zur Detonation gebrachten Bombe verweisen. Ein solches Dokument befand sich im Panzerschrank von Hans Langemann, dem Erfinder der Legende vom rechtsradikalen Täter Köhler und seine angeblichen Hintermännern.

Langemann hatte dieses Dokument vor dem Attentat von Staatssekretär Siegfried Fröhlich zugeschickt bekommen. Das Dokument fand dann seinen Weg in die Ermittlungsakten der Polizei, allerdings nicht direkt sondern als „neue Recherche“, wobei die handschriftlichen Ergänzungen Langemanns erhalten blieben.

Auf die Herkunft des Dokuments wurde später nicht hingewiesen. Es wurde einfach in Kopie in die Schreibmaschine eines Sachbearbeiters eingespannt und als Ermittlungsunterlage ausgegeben.

Bom
Aus den Unterlagen von Hans Langemann, Herbst 1980. Langemann besaß das Original der Graphik und jene Version, die man in den Ermittlungsakten findet.

Sie sehen oben die schematische Darstellung des Zündmechanismus einer Werfergranate. Die allgemeine Bedeutung der Objektwahl einer Werfergranate habe ich bereits analysiert; sie verweist auf die Intrige gegen Franz Josef Strauß, die zum Attentat geführt hat.

Betrachten wir jetzt die Abbildung. Wir sehen, und das ist auffällig, weil es mit der Konstruktionsweise der auf der Theresienwiese detonierten Bombe nichts zu tun hat, eine vollständige Werfergranate des auf der Wies eingesetzten Typs. Auf der Wiesn ist freilich nur die Hülle einer solchen Granate verwendet worden; man hatte sie zuvor mit Plastiksprengstoff ausgegossen und ohne operativen Sinn mit einem alternativen Zünder versehen.

Das erste Bedeutungselement der Oktoberfestbombe ist daher der fehlende Zünder.

Das Dokument ist wie folgt überschrieben:

4,2 Zoll Wurfgranate, Spreng 

ohne Maßstab

das lässt sich wie folgt aus Rotwelsch übertragen: v – irr – ko – m – a – Z – oll = V-Mann, korrigiere dich und schweige, sonst verreckst du, W – ur – f – g – r – a – n – at = Er hat es einer Nutte erzählt, wer verantwortlich ist und es nicht zurückgenommen (Rest der Zeile privat, Familie Strauß wird von mir geschont), on – m – a – stab = Das alles wurde beim Vögeln erzählt.

Wir erkennen die Intrige gegen Strauß, bei der ihm eine CIA-Dame ins Bett gelegt wurde um ihm Informationen über Waffengeschäfte mit der PLO zu entlocken, die dann zu seiner Schande von der CIA an Israel verpfiffen wurden. Von zumindest indirekten Bezügen zum Olympia-Massaker kann dabei ausgegangen werden.

All das ist unterstrichen, unt – er – st – r – i – ch (Endsilbe bedeutungslos) = Der Saukerl soll das Maul halten, dann sage ich auch nichts (Interpretation der Sicht Langemanns, referiert durch den Sachbearbeiter der Polizei, der das Blatt überschrieben hat).

Im zweiten Teil dieses Artikels werde ich die Bedeutung des fehlenden Zündmechanismus betrachten und die (scheinbar sinnfreie) graphische Darstellung eines vorhandenen Zündmechanismus auf der Abbildung.

Unter normalen Bedingungen müsste die SOKO 26. September jetzt, da relevante Informationen über die Täter des Oktoberfestattentats öffentlich beweisfähig gemacht werden, handeln. Bei einem Massenmord kann man nicht so tun, als ob man nicht Rotwelsch könnte. Das wäre eine Straftat, sogar ein Verbrechen im Amt, das ich Herrn Jaud nicht zutraue.

 

Nächster Teil der Serie

(Bild: Aktenbestand Hans Langemann)

 

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