Nachtrag zur privaten Zersetzung

Ich habe gestern einen Artikel zu Instrumenten geheimdienstlicher Zersetzung veröffentlicht, der an einem Beispiel zeigt, wie man mit subtilen ästhetischen Methoden einen Künstler zur Verzweiflung bringen wollte, was im berichteten Fall Gott sei Dank nicht gelungen ist.

Nachzutragen wäre, dass bei der privaten geheimdienstlichen Zersetzung selten bloß punktuelle Eingriffe ins Seelenleben vorgenommen werden. Vielmehr kommt es zur Einbettung grausamer Einzeltaten in einen Kontext jahrelanger schädlichster privater Desinformation. Solche jahrelangen Irrwege des Seelenlebens werden aufwändig organisiert, und es gibt für den Betroffenen selten eine Möglichkeit, die Realität von den geheimdienstlichen Fiktionen zu unterscheiden.

Man irrt buchstäblich wie ein Blinder durchs Leben, von einer Falle in die nächste. Es gehört unter Geheimdienstlern (vor allem bei den größten Hosenscheißern unter ihnen) zum guten Ton, ihre Zersetzung-Opfer während solcher Horrortrips auch noch auszulachen.

In den Geheimdiensten sind es vor allem unprofessionelle Arschlöcher, die privat zersetzen. Nicht selten wird von doofen Komplexlern Rache genommen; es kommt recht häufig vor, das abgewiesene Liebhaber Frauen schrecken, erpressen und sogar schwer körperlich beeinträchtigen.

Das Resultat dieser Seelenmassage ist zumeist vollständige Resignation, seelische Verrohung, Vereinsamung, hilfloser Hass, unkontrollierbare Gefühlszustände über Jahre, vor allem aber Aggressionen gegen andere und einen selbst. Verschlimmert wird alles durch die aktuellen technischen Möglichkeiten der direkten Hirnmanipulation über ins Hirn implantierte Mikrochips.

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Logo für biometrische Reisepässe. Die „umstrittenen“ Chips in den Pässen sind praktisch funktionslos und sollen schlicht von der Tatsache ablenken, dass sehr viele Menschen Chips im Hirn haben

Im traditionellen Geheimdienstjargon nennt man die andauernde private Desinformation „reve“ (franz. Traum) oder „rem“ (Kürzel für die Rem-Phase des Schlafs).

Ein Reve kann bedeuten, dass dem Betroffenen jahrelang weis gemacht wird, jemand sei hinter ihm her (gestelltes Stalking), er sei krank (und die Symptome werden künstlich erzeugt), er habe berufliche Misserfolge aus eigener Schuld, sei ein Straftäter usw. Oft werden auch erotische Motive in einen Reve integriert, fast immer unter grausamsten Aspekten.

V-Leute die gezielt Gerüchte streuen, technische Eingriffe in das Privatleben und das Ausnutzen der Schwächen, die jeder Mensch hat, sind an der Tagesordnung.

Über diese Zersetzungsmethoden wird sehr selten gesprochen, weil die Geheimdienste einen Reve fast immer so anlegen, dass sich der Betroffene dafür schämt. Man spricht nicht gern darüber, unter Bulimie zu leiden und in einen als seltsam geltenden Menschen (etwa in einen Rechtsradikalen) verliebt zu sein oder hohe Schulden zu haben ohne etwas dafür zu können.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es schlimm ist, im Nachhinein von Reves, die anderen angetan worden sind, zu erfahren. Am schlimmsten ist es, wenn man erfährt, dass man in einem Reve, ohne es zu wissen, eine negative Rolle gespielt hat, zum Beispiel als Belästiger oder Erpresser hingestellt worden ist. Ich habe es selbst erlebt, dass jemand der Ansicht war (über Jahre) ich wolle ihm ans Leder, was natürlich Unsinn war und der Erreichung irgendwelcher perverser Ziele gedient hat.

(Wenn ich den Zwergen-Clown erwische, der sich als Mayr ausgegeben hat, reiße ich ihm übrigens, mit Verlaub, den kleinen Arsch auf.)

Vielleicht kommt einmal die Zeit, in der man mit den Opfern jahrelanger Zersetzung reden kann. Schuld ist ja keiner der Beteiligten; die Designer des Alptraums der geheimdienstlichen Zerstörung des Seelenlebens bleiben grundsätzlich im Dunklen.

 

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