Strukturen der V-Leute-Ausbildung in Deutschland I

In den vergangenen Jahren ist in Deutschland eine Diskussion über so genannte V-Leute geführt worden. Dabei wurde vor allem von den Linken kritisch vermerkt, dass der Einsatz informeller Mitarbeiter der Geheimdienste rechtsstaatlich und politisch bedenklich sei. Diese Diskussion war aber eine Scheindiskussion.

Tatsächlich wurde damit die Tatsache verschleiert, dass V-Leute nicht etwa einzelne, bewusst „angeworbene“ Personen sind, die aus bestimmten sicherheitstaktischen Motiven in irgendwelchen Milieus platziert werden. V-Leute sind eine alltägliche, gewachsene Massenerscheinung, das Produkt geheimdienstlicher Sozialisation, und sie bestimmen unser alltägliches Leben.

Ich habe bereits mehrfach behauptet: Etwa 10-20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind V-Leute oder hauptberufliche Agenten, wobei der Übergang fließend ist. Diese Behauptung lässt sich sehr einfach glaubhaft machen, so sehr sich die Geheimdienste auch gegen diese öffentliche Behauptung wehren mögen (der alte Fatalist stopft ihnen Gott sei Dank gehörig das Maul).

Die Stasi ist auch quantitativ ein Scheißdreck gegen die CIA.

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Klischeehafte Darstellung einer Agentin. In Wirklichkeit sind 10-20 Prozent der Bevölkerung V-Leute

V-Leute sind also eine Massenerscheinung. Das geht schon daraus hervor, dass man als politisch denkender Mensch kaum einen Menschen trifft, der kein V-Mann ist, sowohl links als auch rechts. Wenn ich jetzt Martina Renner als V-Frau der CIA oute (die Arme), dann lässt sich das einfach mit der Tatsache belegen, dass sie Rotwelsch quatscht und so mit mir zu kommunizieren versucht.

Im Internet sind Kommentare, Artikel, Gerede und Getue durch und durch Rotwelsch verseucht. All das lässt sich wie in einem offenen Buch studieren.

Im Grunde kann man diese Leute heute mit Links enttarnen; sie tun einem schon fast leid. Man muss als Mayr ernsthaft überlegen, wer es verdient hat, eins auf die Mütze zu bekommen. Das Maul aufmachen kann man dazu freilich nur, wenn man so wie ich nicht von den materiellen Zuwendungen der Dienste abhängig ist (weil man eh schon alles verloren hat).

Zurück zum Beleg der Behauptung, ein großer Teil der deutschen Bevölkerung seien V-Leute: In den folgenden Artikeln dieser Serie werde ich ganze Milieus vorstellen, die geheimdienstlich durchseucht sind, ihre Arbeitsweise und Hierarchien, ihre wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Facetten herausarbeiten und in Ausnahmefällen auch konkrete Personen benennen.

Dann dürfte meine Behauptung halbwegs geglaubt werden.

Beginnen werde ich mit dem Milieu des bundesdeutschen Bildungswesens, dann gehe ich zum Journalismus über um schließlich zur Polizei und den „normalen Arbeitsplätzen“ in der Verwaltung zu gelangen. Es wird sicher ein Spaß; soviel ich weiß, hat das in Deutschland noch keiner gemacht.

Der leichteren Fasslichkeit halber beschreibe ich vor allem solche Milieus, in denen Agentenausbildungen stattfinden. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass man sich über den Dilettantismus und die naive, doofe Grausamkeit der meisten Geheimdienstarschlöcher lustig machen (und damit einen besseren Unterhaltungswert erzielen) kann.

 

(Bild: Twemoji v2 Project, CC-BY 4.0)

 

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