Freiheit für Julian Assange

Der australische Freiheitskämpfer Julian Assange ist seit dem Jahr 2012 in London eingesperrt. Nähere Umstände seiner Haft kommentiere ich nicht; eine solche Schweinerei muss nicht näher besprochen werden.

Der Haftbefehl ist nicht aufgehoben worden.

Assange hat das Verbrechen der Datenweitergabe, gern Leaking genannt, begangen, und er bestreitet das nicht. Wie alle Kämpfer seines Schlages hat er sich einsperren lassen, weil das Sterben der Sache noch weniger genützt hätte.

Gegenüber den deutschen Freiheitskämpfern besitzt er den minimalen Vorteil, mit einem positiven moralischen Impetus ausgestattet zu sein. Ob ihm das viel nützt, ob er dafür Zigaretten und Rotwein bekommt, wissen wir nicht.

Es ist die Pflicht jedes anständigen Deutschen, diesem Kämpfer gegen die US-amerikanische Herrschaft in Europa (und darum geht es bei der Datenweitergabe am Ende, ob man will oder nicht) in Gedanken beizustehen.

BBIMiPl
Julian Assange in London (2017)

Assange kämpft seinen Kampf ohne Idee von der Nation, ohne den Geist seiner ehrenwerten Vorfahren, zumindest scheint es so. Im Herzen glaube ich ihm das nicht.

In extremen Kampfsituationen muss auch ein Mann wie Assange durch das Tor der Entwürdigung, die Auflösung des Körpers, die geheimdienstliche Dekonstruktion der Männlichkeit, hindurch.

Das ist kein Spaß. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute und balle wie er eine gedankenlose Faust.

 

(Bild: EPA)

 

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