Die Behörden sagen: Israelische Täter

Ich habe auf diesem Blog bisher keine Neuigkeiten veröffentlicht; eher hinke ich Jahre, wenn nicht Jahrzehnte den Erkenntnissen der Geheimdienste hinterher.

In diesem Artikel habe ich die richtige Antwort auf die Frage nach den Tätern des Oktoberfestattentats gegeben: Die Antwort war aber noch zu wenig differenziert. Komplexe Massenmorde wie der Anschlag auf der Theresienwiese werden von den Geheimdiensten grundsätzlich arbeitsteilig durchgeführt, entsprechend komplex muss die Antwort auf die Täterschaft ausfallen.

Dazu kommt die politische Abdeckung und die journalistische Vernebelung.

Die Planung und Koordination des Oktoberfestattentats wurde von einem Staatssekretär besorgt, von Siegfried Fröhlich, wie aus dem behördeninternen Schriftverkehr von damals brühwarm hervorgeht. Er war als Täter zu verschweigen („3.10.“ = Rotwelsch: Mach einen Punkt, ich decke dich nicht, wenn du ihn nennst, so die Botschaft an den Minister):

Unbenannt
Internes Schreiben des Bundesinnenministeriums, 2. Oktober 1980

Man kann das oben abgebildete Schriftstück, in dem die Täterschaft referiert wird, auf einem Blog umfassend entschlüsseln, wenn man bei Nacht und Nebel erschossen werden will.

Die Täternennung des Dr. Fröhlich ist freilich doppelbödig. Fröhlich hat die Bombe nicht gebaut, er war der Mittler gegenüber den deutschen Stellen, hat offenbar Langemann instruiert, indem er ihm eine technische Skizze der späteren Bombe übermittelte.

Das Geheimdienst-Rotwelsch, mit dem eine solche Operation intern kommuniziert und strukturiert wird, liefert immer mehrere Bedeutungsebenen. Fröhlich wurde als Tatkoordinator auch deshalb ausgewählt, weil sein Name jüdisch klingt. Fröhlich war zwar Deutscher, sein Name ist aber traditionell typisch für deutsche Juden.

Das ist, abseits jedes Antisemitismus, eine Tatsache, unmittelbar evident für jeden kompetenten Sprecher (nicht nur des Rotwelsch). Die starke Assoziation mit dem Judentum ist hier ein klarer Hinweis darauf, dass der CIA-Mann Siegfried Fröhlich Befehle aus jüdischen Zirkeln ausgeführt hat, und zwar aus „deutschen“ jüdischen Zirkeln.

Dass die technische Umsetzung ein Israeli besorgte, wird noch zu zeigen sein.

Ich kann die (hoffentlich nicht nur geheuchelte) Erschütterung eines unbedarften Lesers verstehen. Juden? Rotwelsch ist eine Geheimsprache (die nicht geheim ist), die mit der unmittelbaren Evidenz der Assoziation in einem komplizenhaften Kontext arbeitet. Dabei geht es nicht um politische Korrektheit.

Übrigens sprechen auch Linke diese Sprache und scheren sich einen Scheißdreck um politische Korrektheit. Da wird „Munition“ gesagt und m u ni zion gemeint (sprich nicht von Israel), wie in diesem Beitrag nachgewiesen. Und Siegfried Fröhlich war bei der CSU, nicht bei der NPD.

Es wird einige Jahre dauern, bis der Schock der öffentlichen Thematisierung der Selbstverständlichkeit des Behörden-Rotwelsch verdaut ist. Irgendwann wird man darüber lächeln, dass zum Beispiel Abgeordnete der Linken im Bundestag oder im Thüringischen Landtag Rotwelsch quasseln und sich konspirativ dabei vorkommen.

Wer die für das Oktoberfestattentat verantwortlichen deutschen Juden und ihre israelischen Techniker waren, auf die da verwiesen wird, und was mit ihnen nach dem Attentat geschah, werde ich in den kommenden Folgen zeigen.

 

(Bild: NSU Leaks)

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s