Eine gehackte Baustelle

Zu den lässigen Gewohnheiten der modernen Geheimdienste gehört eine Witzkultur, die gleichzeitig Verzweiflung, Doofheit und massive Schreibtischtäter-Gewalt repräsentiert. Weil es den ganzen Tag nichts besseres zu tun gibt, werden Scherze ersonnen, die die eigentlich professionellen Kommunikationsaufgaben abdecken.

Anders geht es bei diesen Leuten nicht. Sie begehen so schauerliche Verbrechen und verwüsten ihre Seele mit so scheußlichen Verschrobenheiten, dass sie ohne diese Scherze sofort verrecken oder religiös werden müssten.

Baustelle
Baustelle. Die Umwelt des Menschen wird von Geheimdiensten kommunikativ manipuliert

Oben sehen Sie die Aufnahme eines Orts, an dem ich jeden Morgen vorbeigehen muss. Es handelt sich um eine Baustelle, die zunächst wenig spektakulär aussieht. Tatsächlich ist diese Baustelle der Versuch einer erniedrigenden Mitteilung an mich, obwohl zu sagen ist, dass diese Mitteilung gar nicht erniedrigend sondern bloß professionell gemeint ist.

Wie? werden Sie fragen. Jetzt spinnt er komplett. Nein, lieber Leser, das ist der Alltag der geheimdienstlichen Kommunikation. Vollkommen banal.

Und wie funktioniert das?

Ein Sachbearbeiter in einem Geheimdienst (hier in Bayern ist es die CIA, in China werden es die Mandschuren sein oder der Vatikan, die Muftis oder irgendwelche magischen Emanzen, was weiß ich) hackt sich in die Baustellenplanung und die kommunalpolitische Planung verschiedener Ämter ein und hackt halt auch eine Baustelle.

Das war übrigens schon vor 30 Jahren möglich, ist also bei Gott nichts Ausgefallenes.

Die Baustelle wird dann so geplant und strukturiert (vor allem zeitlich, örtlich und von den materiellen Gegebenheiten her), dass sie für den Adressaten, den Vorbeigehenden, eine verständliche Botschaft enthält. Geheimdienstmitarbeiter werden in solchen Fällen mit komplexen Botschaften konfrontiert; bei mir (dem Rotwelsch-Verächter und unheilbaren Outsider) geht man hemdsärmelig vor.

Sie sehen auf dem Bild ein dickes Rohr, das verlegt werden soll. Am gegenüberliegenden Straßenrand sehen Sie ein Plakat der Alternative für Deutschland mit dominantem blauem Farbanteil. Im Vordergrund ist eine Mutter mit einem Kind zu sehen, das Verkehrszeichen hat einen dominanten roten Farbanteil.

Daraus geht überdeutlich hervor: Eine „Alternative“ zu deinem „Rohr“ (Schwanz) wurde verlegt, sprichst du darüber (blau) dann gibt es Probleme (ich entschlüssle diese Drohung nicht näher) und die Folge dieser „alternativen Verlegung“ ist ein Kind (siehe das Verkehrszeichen) über das zu schweigen ist (rot). Zudem stehen materielle Forderungen und Drohungen im Raum, die ich aus Menschenliebe nicht näher aufschlüssle.

Die erstaunliche Massivität des Rohrs, das außen vor ist, kommentiere ich nicht näher; Angeberei ist mir fremd. Allerdings versteht man eine solche Baustelle nur, wenn man ein bisschen was wiedererkennt.

Dem Herrn Mayr wird damit gesagt, dass zumindest eines der Kinder, die er aufgezogen hat, nicht von ihm ist sondern von einem Geheimdienst-Gigolo. Selbstverständlich wäre darüber zu schweigen, was mir natürlich am Arsch vorbeigeht. Ich habe früher zeitweise wenig Interesse für die betroffene Dame gehabt, der Gigolo hat es leicht gehabt.

Ich weiß schon, wer so was schreibt ist paranoid…

Wäre ich ein Geheimdienst-Idiot dann würde ich ein Bild davon ins Netz setzen und damit sagen bil -d = dafür wirst du büßen. Nur geht mir auch das am Arsch vorbei; wofür soll eine verworfene Frau schon büßen, wir sind da nicht im Sudan. Und einen Roboter wie mich muss man dauerhaft körperlich foltern damit er ernsthaft einknickt.

 

(Bild: S.M.)

 

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