US: Burn my friend, Teil 1

Ich erzähle heute eine (wahre, aktenbasierte) Geschichte aus der Zeit, in der man den Amerikanern noch anderes als betuliche Reden entgegen stellte. Bevor hier der Eindruck aufkommt, ich würde Straftaten verherrlichen, distanziere ich mich natürlich vom Inhalt dieser Geschichte (wenn so etwas überhaupt geht).

Das Jahr 1982: Im Fernsehen lief der Denver Clan und Fettsack Helmut Kohl war eben Bundeskanzler geworden, da taten sich ein paar Aktivisten um den legendären Walter Kexel zusammen. Die Jungs hatten die Schnauze voll von der BRD und ihrer lachhaften Unterwürfigkeit, wollten aber auch noch ein wenig Spaß haben, bevor man ihnen den Prozess macht.

Flaggenverbrennung
Verbrennung einer Flagge der VSA

Der orthodoxe Nationalsozialist Kexel traf sich zu jener Zeit öfter mit dem Aktivisten Helge Blasche, einem weitgereisten, etwas älteren Burschen, der eigentlich ein linksradikaler Nationalist war. Dazu stieß ein gewisser Odfried Hepp, seines Zeichens mehrfach vorbestrafter, ausnehmend hübscher Propagandist und „wilder Hund“ (Abtrünninger) von Hoffmanns so genannter WSG Ausland.

Aus dem Libanon hatte Hepp gewisse Vorbehalte gegen die westlichen Staaten mitgebracht, die sich mit Blasches linksnationalistischen Ideen und Kexels geradezu irrsinniger Energie zu einem brisanten Aktivisten-Gemisch verbanden.

Zusammen überfiel man Tankstellen und Banken (dazu wird es hier noch Prosastücke geben), interessierte sich für die Damenwelt und knüpfte Kontakte zur Staatssicherheit. Die dortigen Führungsoffiziere schlugen allerdings bald die Hände über dem Kopf zusammen und waren später heilfroh, zur Tatzeit nichts von den „Hauptwerken“ der Hepp-Kexel-Bande gewusst zu haben.

Das Kleeblatt entwickelte nämlich den einfach klingenden Plan, US-amerikanischen Besatzungssoldaten den Arsch anzuzünden. Ja, Sie haben richtig gelesen, den Arsch buchstäblich anzuzünden. Damit das leichter gehen sollte, lachten sich die drei noch zwei weitere junge Burschen an, einen Dieter Sporleder und einen T., den ich schone, weil er heute Theologe ist.

Ich werde die Arschverbrennungs-Aktion der Nationalbolschewiken um Hepp und Kexel in den kommenden Folgen der Serie nicht ohne Anteilnahme erzählen. Eines vorweg: An einer Arschverbrennung stirbt man nicht unbedingt, und ein Soldat, der ein Land besetzt, ist nicht für die Caritas tätig.

 

(Bild: LoavesofbreadCC-BY-SA 4.0)

 

2 Gedanken zu “US: Burn my friend, Teil 1

  1. Adebar

    Was soll die Staatssicherheit, bzw. deren Führungsoffiziere gegen das Hauptstück der Kexel/Hepp Gruppe gehabt haben? Hatte die DDR nicht Interesse daran den westlichen Besatzungsmächten u.a der VSA zu schaden?

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