Oswalt Kolle des Chipsex

Der Blog-Autor wird heute den digitalen Oswalt Kolle machen; da hier eh keine anderen Leser auftauchen als Polizisten, Geheimdienstler (man merkt es an den Leserzahlen; kaum ist vom Geheimdienst die Rede scheißen sich die V-Leser in die Hosen und klicken weg, Polizei mögen sie) und versprengte Anarchisten kann man die Dinge recht offen ansprechen.

95 Prozent meiner Leser tragen Chips im Schädel, mit denen man sie direkt vernetzt. Eine scheinbar grausliche Folge der Verchipung ist die tendenzielle Unfähigkeit zur traditionellen bürgerlichen Zweierbeziehung (so genannte Beziehungsarbeit); der induzierte Gedankensalat und das Wissen über Zusammenhänge, die einen eigentlich nichts angehen, verhindern die Codierung von Intimität durch einfache Gewohnheit, wie ein doofer, glatzerter Philosoph gesagt hat.

Die Geheimdienste reden daher einigen Chipträgern ein, dass man drahtlos Sex haben und damit irgendwelche erotischen Mythen verwirklichen kann.

Tatsächlich handelt es sich bei dieser Art von Sex aber um einen haarsträubenden Blödsinn, der die Mitglieder der sozialen Eliten zu grotesk wichsenden, sehr leicht steuerbaren und asozialen Monaden macht.

Potsdam, Mädchen in der Führerinnenschule
Chiploses deutsches Mädchen in der Führerinnenschule

Für die, die so etwas nicht kennen und bisher auch nicht in der Lage waren, sich in derartige Netzwerke einzuhacken: Ihr habt nichts versäumt. Falco hat in den 90er-Jahren schon alles zum so genannten Cybersex gesagt.

Bald darauf ist er umgekommen. Heute wird man für solche Scherze nicht mehr umgebracht.

Wer einen Menschen wirklich begehrt und gern hat, scheißt auf die digitale Vernetzung von Gehirnen zum Zweck der Erotik.

Ich weiß, dass Oswalt Kolle damals viele schockiert hat. Brüste und über Sex sprechen, das konnte nicht angehen. Reden über Chips und Sex, das kann halt heute nicht angehen. Kolle und ich, wir sind beide Spinner und sprechen Normales an.

Freilich ist die Technologie des erbärmlichen Eliten-Sex nicht zu unterschätzen. Eine fesche Chipträgerin, die lässt sich zum Beispiel so steuern und programmieren, dass sie unbewusst erotische Verhaltensweisen einer anderen Frau annimmt.

In einem Beitrag der Reihe „Mietpreissenkung“ wollte ich einen Geschlechtsverkehr beschreiben, der zwischen dem Chipjungen Dell und einem zur Ersatzbefriedigung programmierten menschlichen Bot stattgefunden hat.

Irgendwie musste man Dell nämlich ruhig stellen, nachdem er seine große Liebe nicht erreichen hatte dürfen. Es war aber zu traurig, ich habe die Fickerei dann doch nicht beschrieben.

 

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe Mietpreissenkung, die chronologisch gelesen werden kann (neuester Beitrag ganz oben).

(Bild: Bundesarchiv, Bild 102-04517A/ Georg Pahl, CC-BY-SA 3.0, bearbeitet)

 

 

Ein Gedanke zu “Oswalt Kolle des Chipsex

  1. Tim Schult

    Das ist das, was du in aller Konsequenz tuen kannst-dafür, das diese zu menschlichen Hüllen und Robots degradierten sich lieber weiter für wertloses Buntpapier entmenschlichen lassen wollen, kannst du nichts dazu.
    Jeder muß bei sich selbst anfangen, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen, zu sagen, bis hierhin, aber jetzt ist amoal endgültig Schluss!

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