Verstümmelungs-Grundkurs

Schwere Sorgen machen dem Autor dieses Blogs Rückmeldungen von Geheimdienstlern, die ihre Sprache, das Rotwelsche, an dieser Stelle kulturell zu wenig gewürdigt sehen. Diese herrliche Sprache (die es ja gar nicht gibt, wie es nach außen heißt) sei in ihrem poetischen Potenzial zu wenig erkannt, überhaupt von mir hier abfällig und in inkompetenter Weise dargestellt worden.

Da kann man nichts machen.

Die Sprache der Geheimdienste ist aber nicht nur eine Sprache der Worte. Wie jeder, der ein paar Semester an der Uni verbracht und dort so genannte Geisteswissenschaften studiert hat, weiß, gab es früher französische Spießer, die alles, aber auch alles als Sprache ansahen (die so genannten Strukturalisten).

Diese törichte Auffassung von Sprache stimmt mit der Haltung der Geheimdienste vollkommen überein (nicht umsonst wird sie vor allem von aufgebrezelten Gymnasiallehrerinnen und wichtigen Museumsdirektoren vertreten): Dort wird ja mit Händen und Füßen geredet.

Jan 2018
Unterbauch eines ehemaligen CIA-Agenten (Januar 2018)

Nun sind aber die Geheimdienste nicht unbedingt die Caritas. Wenn man z.B. einem Kerl klarmachen will, dass er die Schnauze zu halten hat oder man Frauen zu Härte und Unbeugsamkeit erziehen will, dann muss direkt der Körper, müssen inszenierte Krankheiten her.

Für einfache V-Leute genügt emblematisch eine Magersucht, ein Hautleiden usw. Da wird dann der Name der Krankheit Rotwelsch gedeutet und als Hokuspokus und fuchsteufelswilde Drohung platziert. Wenn es um härtere Dinge geht, manipuliert man Leuten gern die Wirbelsäule oder schlitzt ihnen den Bauch auf.

Wie im Mittelalter.

Oben sehen Sie den Bauch eines ehemaligen CIA-Agenten, der mit 17, als junger Hüpfer, abgesprungen ist. Er ist heute 28 Jahre alt, ich konnte mit ihm sprechen und seinen Bauch fotografieren. Seine OP hatte keinerlei medizinische Indikation; er wurde unter einem Vorwand ins Krankenhaus gelockt und erwachte am nächsten Tag mit einem 12 Zentimeter langen Schnitt im Bauch.

Wenn ein Arzt unter den Lesern ist, mag er eine medizinische Indikation für einen solchen Schnitt vorschlagen. Es gibt sie nicht.

Gleichzeitig wurde dem Burschen damals der letzte Schliff am besten Stück verpasst, wie das sonst vor allem in Israel gebräuchlich ist. Als er am besagten Morgen erwachte (er lag am Gang in einem Notbett), stand er kopfschüttelnd auf und schleppte sich zum Klo. Dort brach er blutüberströmt zusammen und wurde von einer hübschen Krankenschwester untenrum versorgt.

Der Leser braucht nicht Rotwelsch zu können, um die Botschaft zu verstehen.

 

Foto (S. Mayr)

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