Ullis Casting-Show

Trotz zahlreicher Widrigkeiten (darunter die beweisfähige Widerlegung der dort angeführten Scheinspuren) hat sich im Netz ein Multimedia-Angebot des Herrn Ullrich Chaussy gehalten. Nach wie vor verbreitet der Bayerische Rundfunk diesen strafwürdigen Unsinn und behauptet einen Zusammenhang zwischen der Wehrsportgruppe und dem Oktoberfestattentat.

Zwar hatte Chaussy 2015 eine selbstgestrickte Fernsehdokumentation radikal kürzen und umschneiden müssen, weil sich sogar ihm die von der Bundesanwaltschaft überlassenen so genannten neuen Spuren zum Oktoberfestattentat als Phantasieprodukte und Ergebnisse schauspielerischen Talents entpuppten. Nach wie vor brunzt Chaussy aber mit seinem Multimedia-Angebot auf die Leiche des vollkommen unschuldigen Gundolf Köhler, der am 26. September 1980 Opfer einer israelischen Geheimdienstoperation geworden ist.

Britische Mörsergranate Oktoberfestattentat
Aus einer britischen Dienstvorschrift: Mörsergranate MOR. II

Da dieser Blödsinn nicht aufhört und der Multimedia-Schmarren nicht aus dem Netz genommen wird, wäre es ernsthaft zu überlegen, Chaussys eigenen geheimdienstlichen Hintergrund anhand einer kleinen Rotwelsch-Analyse eines seiner Schriftsätze offen zu legen. Anbieten würde sich dazu sein aktuelles Kauderwelsch aus einem Prozess gegen Hoffmann.

Chaussys Hetze gegen die Wehrsportgruppe hatte im März 2015 ihren Höhepunkt erreicht mit einem Vortrag vor der israelischen Kultusgemeinde Erlangen. Dort zitierte Chaussy den im Dezember 1980 von Uwe Behrendt getöteten antifaschistischen Hetzer Shlomo Lewin, einen israelischen Geheimdienstfunktionär, mit den folgenden Worten (die er sich zu eigen macht und die ich, weil’s a Hetz is‘ dialektal einspreche):

 

„Meine Freunde und Mitbürger, für uns gibt es meist nur Erkenntnis aus der Vergangenheit, nur einen einzigen Weg, den wir gehen müssen. Wir müssen geeint als Demokraten diesen gefährlichen Anfängen wehren. Wir wissen, wir haben es gehört, dass sie schon in Organisationen zu finden sind, die Einfluss haben. Wir müssen versuchen, diese Menschen aufzuspüren, wo immer sie sind, um sie hinauszudrängen. Sie müssen in die Isolation gehen. Sie müssen geschändet und geächtet werden. Wir müssen sie entdecken, wir müssen sie enthüllen. Wir müssen ihre Schandtaten und ihre Lügen, müssen wir aufzeigen. Die Menschen müssen aufwachen und sehen, welche Gefahren von dieser Gruppe, von diesen Faschisten wieder auf uns zukommt (sic), wenn wir nicht hart bleiben, wenn wir nicht zu jeder Stunde, zu jeder Minute achtgeben auf das, was sie tun. Wir müssen ihnen das Handwerk legen.“

Ansprache Shlomo Lewin, 6. August 1977 (Hauptmarkt in Nürnberg), in identifikatorischer Absicht zitiert von Ullrich Chaussy.

 

(Bild: Dienstvorschrift der British Army)

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